Immer wieder treten Menschen an uns heran mit dem Bedürfnis, für SOS-Kinderdorf im Rahmen eines Praktikums oder eines Freiwilligeneinsatzes tätig zu sein. Dieses Anliegen freut uns, denn es zeigt, dass Sie die Arbeit von SOS-Kinderdorf anerkennen.
Leider ist es uns nicht möglich, Ihrem Anliegen entgegen zu kommen. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen:
Stellen in den einzelnen SOS-Kinderdörfern werden ausschliesslich von den nationalen Vereinen vor Ort vergeben, die die Arbeit in allen SOS-Kinderdorf-Einrichtungen des Landes koordinieren. Dabei wird darauf geachtet, dass möglichst einheimische Fachkräfte zum Einsatz kommen. Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen weitgehend ihrer lokalen Kultur entsprechend aufwachsen, denn wir wollen keinen Kulturexport betreiben. Um dieses erklärte Ziel zu erreichen, sind am besten einheimische Fachkräfte geeignet. Gleichzeitig stützen wir den einheimischen Arbeitsmarkt, indem wir den Mitarbeitern aus den SOS-Ländern eine Chance geben.
All dies gilt für alle Stellen, ganz besonders jedoch für die Tätigkeit als SOS-Kinderdorf-Mutter. Kurzzeit-Einsätze als Praktikanten o.ä. halten wir aus pädagogischer Sicht nicht für sinnvoll. Unser erklärtes Ziel ist langfristiges Engagement und Hilfe. Unsere Kinder haben sehr viel Leid erfahren und brauchen geraume Zeit, bis sie zu ihren neuen Bezugspersonen Vertrauen gefasst haben. Ständig wechselnde Bezugspersonen würden diesen langwierigen Prozess erschweren.