Die wahre Geschichte des Weihnachtsmannes 

Die 14-jährigen Jenny und Noralbis aus dem SOS-Kinderdorf Ciudad Ojeda in Venezuela erzählen, wie der Weinachtsmann zu seiner Arbeit kam.

Es war einmal ein Mann namens Simon. Er heiratete eine Frau namens Luisa. Die beiden bekamen ein Kind, das leider starb, als es gerade einmal sieben Monate alt war. Das Paar wünschte sich noch ein Kind, doch Doña Luisa konnte keine weiteren Kinder mehr bekommen.

Don Simon war sehr betrübt und beschloss, eine kleine Spielzeugfabrik zu gründen, in der Hoffnung, dass er und seine Frau vielleicht eines Tages wieder ein Kind bekommen würden. Doch bald musste, Don Simon einsehen, dass er kein Talent für die Herstellung von Spielzeug hatte. Alle seine Spielzeuge wurden hässlich und zerbrachen sofort.

Eines Tages, als er durch die Stadt spazierte, traf er einen alten Bekannten - einen Zwerg namens Luis. "Hallo! Wie geht's? Ich habe dich schon lange nicht mehr gesehen", begrüsste ihn Don Simon. "Es ist mir ein Vergnügen, dich wiederzusehen, Don Simon... Aber, ehrlich gesagt, hat mich mein Rücken in letzter Zeit ganz schön geplagt", antwortete ihm Luis.

Da sie alte Bekannte waren, versprach Don Simon, ihn gesund zu pflegen. Ein paar Wochen später war der Zwerg von seinen Schmerzen befreit. Zum Dank dafür bot der Zwerg Don Simon an, ihm bei der Spielzeugherstellung zu helfen.

Die Ergebnisse waren unglaublich, denn Luis verstand sich wirklich darauf, Spielzeug herzustellen. Es war nur so, dass Don Simon das Spielzeug nicht verkaufte, sondern armen Kindern schenkte, immer noch in der Hoffnung, dafür wieder ein Kind zu bekommen. Bald hatte er kein Geld mehr und musste die Produktion einstellen. Daraufhin verfiel er in Armut und Traurigkeit.

Luis erfuhr von den Problemen des Paares und beschloss, ihnen auch dieses Mal zu helfen. Er reiste in seinen Heimatort am Nordpol und überredete seine Freunde, Don Simon und seiner Frau zu helfen. Die Freunde waren nämlich ganz besonders geübt in der Herstellung von Spielzeug.

Als Luis und seine Freunde in die Stadt zurückkamen, erfuhren sie, dass Don Simon und seine Frau auf der Strasse lebten. Sie hatten ihr Haus verloren und kaum noch etwas zu essen. Kurz darauf nahmen die Zwerge das Paar mit sich zum Nordpol und bauten ihm dort ein kleines Haus. Don Simon merkte schon bald, wie gut sich die Zwerge auf die Herstellung von Spielzeug verstanden und wie viel Spaß sie daran hatten. Da kam ihm ein wunderbarer Gedanke: Kinder in Not sollten zu Heiligabend Spielzeug bekommen. Die Zwerge stellen grosse Mengen von Spielzeug her, das sie mit fliegenden Rentierschlitten an die Kindern lieferten. Von da an wurde Don Simon als Weihnachtsmann bekannt und, obwohl seine Frau kein weiteres Kind mehr bekommen konnte, war er sehr glücklich. Dadurch, dass er so viele Kinder rund um den ganzen Erdball glücklich machte, war er seinem verstorbenen Sohn so nah wie noch nie.

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