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| Junge im SOS-Kinderdorf Khajuri Kalan. Foto: Katja Snozzi / SOS-Kinderdorf. |
In der Nacht auf den 3. Dezember 1984 ereignete sich im indischen Bhopal die grösste Chemie-Katastrophen aller Zeiten. Aus dem Werk des US-Chemiekonzerns Union Carbide gelangten 40 Tonnen giftige Stoffe in die Atmosphäre. Damals starben geschätzte 12‘000 bis 25‘000 Menschen. Das Ausmass der Katastrophe hält aber heute noch an. SOS-Kinderdorf betreut noch heute Kinder, die an den Spätfolgen leiden.
25 Jahre ist der Unfall her, die Katastrophe ist aber noch nicht vorbei. Die Zahl der bis heute Verletzten, Kranken sowie geschädigter Nachkommen wird auf eine halbe Million geschätzt. Gegen die Folgen kämpft SOS-Kinderdorf bis heute. Zahlreiche Kinder verloren bei der Katastrohe ihre Eltern. Aus diesem Grund nahm SOS-Kinderdorf bereits 1987 in Bhopal die Arbeit auf und baute hier ein SOS-Kinderdorf, in dem viele verlassene Kinder nach dem Chemie-Unfall ein neues Zuhause fanden.
Auch heute noch leiden viele Kinder an den Folgen des Unfalls, sie sind geistig und körperlich behindert. Für diese und auch andere behinderte Kinder, eröffnete SOS-Kinderdorf 2006 in der Nähe von Bhopal ein SOS-Kinderdorf in Khajuri Kalan, welches mit Spenden aus der Schweiz finanziert wurde. Dieses SOS-Kinderdorf ist auf die speziellen Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet und bietet ihnen die Möglichkeit ihre Fähigkeiten zu entwickeln und ein menschenwürdiges Leben zu führen. Das SOS-Kinderdorf ist auch deswegen nötig, da in Indien behinderte Menschen nur sehr unzureichend betreut werden.
Die Bilder in der rechten Spalte können unter der Angabe "Katja Snozzi/SOS-Kinderdorf" frei verwendet werden.