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| Angelina Jolie wurde von den Kindern herzlich begrüsst. |
Angelina Jolie interessierte sich bei ihrem Besuch insbesondere für das Schicksal unbegleiteter Kinder, die während des Erdbebens von ihren Eltern getrennt wurden und im SOS-Kinderdorf Schutz und Betreuung erhalten. So besuchte sie zwei SOS-Familien, die jeweils vier unbegleitete Geschwister aufgenommen haben. Die acht Kinder gehören zu den 33 Mädchen und Jungen, die US-Amerikaner Ende Januar illegal über die Grenze in die Dominikanische Republik bringen wollten. Die haitianische Polizei hatte den Transport gestoppt und die Kinder in die Obhut des SOS-Kinderdorfs gebracht. Oberste Priorität ist es, Eltern und Angehörige dieser Kinder ausfindig zu machen, um sie wieder mit ihren Familien zu vereinen. Sollte dies nicht möglich sein, ist die dauerhafte Aufnahme der Kinder im SOS-Kinderdorf eine Option: Dort können sie dann in einer SOS-Familie ein neues Zuhause finden. In den haitianischen SOS-Einrichtungen können in den nächsten Monaten bis zu 300 unbegleitete Kinder betreut werden.
Ein weiterer Schwerpunkt von Angelina Jolies Besuch war der Fortschritt bei der Verteilung von Hilfsgütern. SOS-Mitarbeiter versorgen Kinder und Familien in den Nachbarschaften der SOS-Gemeindezentren mit Lebensmitteln und Medikamenten und bieten pädagogische und psychologische Betreuung für traumatisierte Kinder.
Derzeit erreicht die SOS-Nothilfe rund 5000 Kinder. Ziel ist es, bis zu 30.000 Mädchen und Jungen beizustehen. In einer zweiten Phase planen die SOS-Kinderdörfer, über einen Zeitraum von zehn Jahren Wiederaufbauhilfe für Familien zu leisten.
Angelina Jolie zählt seit Jahren zu den engagiertesten Unterstützern der SOS-Kinderdörfer. So hat die UNHCR-Botschafterin ein Trauma-Therapie-Zentrum der SOS-Kinderdörfer im Tschad besucht, wo Flüchtlingskinder aus Darfur betreut werden. Die Jolie/Pitt Foundation, die Angelina Jolie zusammen mit Brad Pitt ins Leben gerufen hat, hat die SOS-Kinderdörfer mehr als einmal mit grosszügigen Spenden unterstützt.
Derzeit gibt es in Haiti zwei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein SOS-Berufsbildungszentrum und vier SOS-Sozialzentren mit Familienhilfe-Programmen.