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| In den SOS-Schulen wird an die Schüler Mahewu, ein traditionelles nahrhaftes Getränk, ausgeteilt, da die Kinder zu Hause meist nur eine Mahlzeit bekommen - Foto: J. Lungu |
UNICEF hat SOS-Kinderdorf in Simbabwe wichtige Güter zur Cholera-Prävention zur Verfügung gestellt, darunter 140.000 Wasseraufbereitungstabletten, 4.500 Wasserkanister, 4.500 Seifen und 45 Poster zur Aufklärung über Infektionsrisiken und Vorbeugung. Das meiste wird an die rund 3.500 Haushalte in den Armenvierteln von Harare, Bindura und Bulawayo verteilt, die von SOS-Kinderdorf bereits in Familienhilfsprogrammen betreut werden.
In Harara wird die Verteilung vor allem im Bezirk Budiriro stattfinden, da dieses Gebiet mit rund 50% aller gemeldeten Cholera-Fälle laut Weltgesundheitsorganisation von der Epidemie am schwersten betroffen ist. Ärzte ohne Grenzen hat zudem empfohlen, dass UNICEF auch die drei SOS-Kinderdörfer im Land mit medizinischem Material versorgt. Die SOS-Kinderdörfer erhielten Notfallkoffer mit u.a. Infusionen, Kanülen, Medikamenten zum Ausgleich von Flüssigkeitsmangel, Desinfektionsmitteln, Zinkoxidtabletten etc.
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| Eine der Familien in Harare, die SOS-Kinderdorf unterstützt - Foto: SOS-Archiv |
Gary Birditt, der Leiter von SOS-Kinderdorf in Simbabwe, sagt zur aktuellen Lage: "Wir arbeiten sehr gut mit UNICEF zusammen und können die Hilfsaktionen abstimmen und uns gegenseitig ergänzen. Da unsere Familienhilfsprogramme schon seit längerem laufen, haben wir genügend Ressourcen vor Ort und einen direkten Zugang zu den Betroffenen. Was die drei SOS-Kinderdörfer betrifft, so sind wir gut gerüstet und das Bewusstsein über Risiken und welche Schutzmassnahmen helfen, ist hoch."
In den SOS-Kinderdörfern in Bulawayo, Bindura und Harare werden Kinder und Jugendliche genau beobachtet. SOS-Mutter Goe aus dem SOS-Kinderdorf Waterfalls bei Harare über die verschiedenen Vorsichtsmassnahmen: "Ich hole das Wasser aus dem Brunnen und koche es immer ab, bevor wir es trinken. Bei den Kindern achte ich auf Reinlichkeit und erinnere sie ständig daran. Auch beim Kochen schaue ich genau auf Sauberkeit und dass die Kinder die Speisen nur warm essen. Wichtig ist auch die kühle Lagerung von Lebensmitteln."
Ganz ähnlich schildert SOS-Mutter Mlalazi den Alltag im Dorf in Bulawayo: "Wir legen besonderen Wert auf Hygiene… Händewaschen nach dem Gang auf die Toilette, Händewaschen, bevor man mit Essen hantiert. Wir kochen das Wasser ab, essen nur warme Speisen und desinfizieren Wasser, das wir zum Reinigen verwenden." SOS-Mutter Moyo ergänzt: "Wir versuchen alles, damit es dort, wo wir leben, sauber und hygienisch ist. Den Kindern erzählen wir über Cholera, wodurch es verursacht wird, wie man sich davor schützen kann."
Dank des geschärften Bewusstseins und der intensiven Präventionsarbeit ist bisher kein Kind, keine SOS-Mutter und kein Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf an Cholera erkrankt.