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2007 war noch Baustelle… Foto: S. Posingis |
Das SOS-Kinderdorf in Phuket zeugt von der grossen internationalen Solidarität für die Opfer aus dem In- und Ausland, die hier am 26. Dezember 2004 gestorben sind. Mithilfe von Spenden aus der Schweiz, Deutschland, Schweden, Luxemburg, und Österreich "kann hier Kindern wieder eine neue Chance geboten werden, kann eine Generation heranwachsen, die Teil der thailändischen Gesellschaft ist und nicht im Abseits steht. Diese Welle hat den Küstenstrich hier unglaublich zerstört, aber auch eine Hilfsbereitschaft ausgelöst, die ihresgleichen sucht", so SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin bei seiner Eröffnungsrede.
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…wo heute Kinder wohnen, spielen, zur Schule gehen…zu Hause sind Foto: A. Schwaiger |
Auch der Vorsitzende des thailändischen SOS-Kinderdorf-Vereins, Norawat Charoen-Rajapark, bedankte sich im Beisein zahlreicher Gäste aus dem In- und Ausland für die materielle und spirituelle Unterstützung. 35 Jahre Erfahrung in Thailand würden sich in diesem Dorf widerspiegeln, das ein weiterer Ort des Schutzes für Kinder in Not sein werde.
Dank der vielen Spenden aus der Schweiz und weiteren Ländern konnte nicht nur der Bau des SOS-Kinderdorfes für 120 Kinder und ein Kindergarten finanziert werden, auch die laufenden Kosten für die nächsten zehn Jahre sind gedeckt.
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Bei der traditionellen Gebetszeremonie zum Schutz und zur Segnung des Dorfes in Phuket Foto: A. Schwaiger |
Den feierlichen Auftakt der Eröffnung bildete eine buddhistische Zeremonie, die von neun Mönchen - eine Glückszahl im Buddhismus - abgehalten wurde. Nach dem Gebet wurden ihnen traditionellerweise Essen und Geschenke überreicht. Für die Kinder und ihre SOS-Mütter war diese Zeremonie eine grosse Ehre, alle haben mit viel Enthusiasmus teilgenommen.
Bis Jahresende wird das Dorf mit 120 Kindern voll ausgelastet sein. Der Kindergarten steht auch Kindern aus der Nachbarschaft des neuen SOS-Kinderdorfs offen.
Guy, das jüngste Kind im Dorf, ist erst zwei Wochen alt. Seine allein stehende Mutter fühlte sich völlig überfordert, woraufhin Guy über das Sozialamt in das SOS-Kinderdorf gekommen ist. Das ist kein Einzelschicksal. Viele, sehr traditionell aufgewachsene junge Frauen kommen aus weit entfernten Gebieten, um im Tourismus Arbeit zu finden. Kommt es dann zu einer Schwangerschaft, sind viele ohne jeden familiären Rückhalt und weit weg von Zuhause dieser Situation nicht gewachsen. Einige Kinder stammen aus zerrütteten Familienverhältnissen, andere wiederum wurden durch den Tsunami und seine Spätfolgen zu Opfern.
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120 Kinder können im neuen SOS-Kinderdorf in Phuket unbeschwert leben Foto: S. Posingis |
Neben dem Projekt in Thailand entstanden in Indien (Nagapattinam, Puducherry) und in Indonesien (Meulaboh, Banda Aceh, Medan) neue SOS-Kinderdörfer und eine Reihe weiterer Sozialeinrichtungen vor allem für benachteiligte Familien. Parallel dazu wurden nach der Tsunami-Katastrophe rund 23'000 Menschen mit verschiedenen Nothilfeaktionen unmittelbar unterstützt, über 2'200 Wohnhäuser, zahlreiche Mehrzweckzentren und zwei Schulen errichtet. 21 nationale SOS-Kinderdorf-Vereine erhielten nach dem Tsunami für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Sri Lanka, Indonesien, Indien und Thailand insgesamt 54,2 Millionen US Dollar.