Gestern Nachmittag gegen 16 Uhr ostafrikanischer Zeit hielten zwei bewaffnete Männer ein Privatauto an, in dem sich drei Personen auf dem Weg vom SOS-Kinderdorf in Mogadischu nach Hause befanden, zwei davon Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf. Die zwei Männer forderten Kaltun Mustaf Haji, die Leiterin des SOS-Kindergartens, auf, das Fahrzeug zu verlassen und in ihr Auto zu steigen, mit dem sie Kaltun Mustaf Haji wegbrachten. Die beiden anderen Personen und der Fahrer blieben bei diesem Überfall unverletzt.
Die Motive und die Verantwortlichen für diese Entführung sowie der Aufenthaltsort von Kaltun Mustaf Haji sind bis jetzt völlig unbekannt. Niemand hat sich bisher zu dieser Gewalttat bekannt noch Forderungen gestellt.
Kaltun Mustaf Haji arbeitet seit 1997 für SOS-Kinderdorf Somalia. Die ersten Jahre war sie Kindergärtnerin, seit 2003 ist sie die Leiterin des SOS-Kindergartens.
SOS-Kinderdorf Somalia steht in engem Kontakt zur Familie von Kaltun Mustaf Haji und bemüht sich - gemeinsam mit Clanältesten und anderen politischen Führern - nach allen Kräften um eine unversehrte Freilassung von Kaltun Mustaf Haji.
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In der Vergangenheit kam es wiederholt zu gewaltsamen, auch tödlichen Übergriffen auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf in Mogadischu sowie zu schweren Beschädigungen an den Einrichtungen. Besonders Ende 2007 spitzte sich die Lage rund um die SOS-Kinderdorf-Projekte derart zu, dass die SOS-Familien bis Februar dieses Jahres evakuiert werden mussten. Auch alle anderen Sozialeinrichtungen, unter anderem die grosse SOS-Klinik, setzen seit vielen Jahren unter oft gefährlichsten Bedingungen ihre Arbeit für die leidgeprüften Menschen in Mogadischu fort.