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| Verängstigte Bewohner flüchteten auf die Straße - Foto: SOS-Archiv |
Unmittelbar nach dem Erdbeben in den Bergen Westjavas vom vergangenen Mittwoch, das zahlreiche Todesopfer forderte und tausende heimatlos machte, starteten SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter Hilfsmassnahmen für die Menschen im Dorfes Pangalengan, etwa 30 km von der Stadt Bandung. Fast die Hälfte aller Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht.
Wie Gregor Nitihardjo, der Leiter von SOS-Kinderdorf Indonesien, erzählt, suchten am frühen Donnerstag etwa 1400 Erwachsene und 360 Kinder in den von Hilfsorganisationen errichteten Notunterkünften Zuflucht. SOS-Kinderdorf Indonesien verteilte Lebensmittel, Säuglingsnahrung, Tee, Medikamente, Decken und Trinkwasser an die geschockten Überlebenden, die unter Plastikplanen Zuflucht gesucht hatten. Mitarbeiter aus Yogyakarta stellen Zelte, Decken, Milch, Bohnen, Kleidung, Spielsachen und andere wichtige Hilfsmittel zur Verfügung.
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| Aus Angst vor Nachbeben schlafen auch jene im Freien, deren Häuser noch stehen - Foto: SOS-Archiv |
Um die Lebensbedingungen zu verbessern, hat SOS-Kinderdorf in Abstimmung mit den Behörden begonnen, ein Basiscamp und ein Kinderzentrum im Dorf zu errichten. Eine eigens eingerichtete Küche soll gewährleisten, dass insbesondere die Kinder entsprechende Nahrung erhalten. Damit ist die Arbeit aber noch nicht zu Ende: "Wir sehen uns auch anderenorts um, um gegebenenfalls Nothilfe für weitere Opfer, insbesondere Kinder, zu leisten" berichtet Nitihardjo.
Mit Hilfe einiger Frauen aus dem Dorf haben Mitarbeiter aus dem SOS-Kinderdorf eine spezielle Kolak-Speisung für die Mitglieder der muslimischen Gemeinde organisiert, die sich derzeit im Fastenmonat Ramadan befinden und deshalb vor Sonnenuntergang nichts zu sich nehmen dürfen. Kolak ist eine sehr nahrhafte süsse Speise, die aus Früchten, Kokosmilch und Zucker zubereitet wird.
Das Erdbeben auf der Insel Java erreichte eine Stärke von 7 auf der Richterskala und ereignete sich gegen 14:55 Ortszeit (09:55 Uhr MESZ). Obwohl das Epizentrum 115 Kilometer von der Südküste entfernt lag, war das Beben sogar noch im 700 Kilometer entfernten Bali spürbar.