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| Die Kinder bekommen täglich Mahlzeiten - Foto: F. Espinoza |
Offizielle Schätzungen gehen von bisher über 73.000 Familien in ganz Bolivien aus, die von den Auswirkungen des "La Niña"-Phänomens betroffen sind. Bereits im vergangenen Jahr kam es zu großflächigen Überflutungen vor allem in den Tiefebenen des Landes. Auch damals hat SOS-Kinderdorf an mehreren Orten Notzentren für Kinder errichtet und Hilfsgüter verteilt.
In El Alto im Hochland von Bolivien und in zwei Stadtvierteln von Trinidad im Bundesstaat Beni startet SOS-Kinderdorf drei temporäre Gemeindezentren, in denen insgesamt 300 Kinder betreut werden können. Über einen Zeitraum von drei Monaten bekommen die Kinder in diesen Zentren regelmäßige Mahlzeiten, werden medizinisch versorgt, durch verschiedenste spielpädagogische Aktivitäten beschäftigt und unterrichtet. Parallel dazu werden ihre Eltern unterstützt und beraten und die Solidarität und Eigenverantwortung innerhalb der Gemeinden gefördert. Sollte es notwendig sein, werden die Zentren länger in Betrieb sein.
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| Auch die medizinische Versorgung der Kinder wird sicher gestellt (El Alto) - Foto: F. Espinoza |
Wie letztes Jahr ist auch diesmal das bolivianische Tiefland am meisten betroffen, aber auch in den hochgelegenen Regionen wie rund um die Stadt El Alto sind die Folgen der schweren Regenfälle der vergangenen Wochen zu spüren. Dort sind es vor allem Erdrutsche, die Familien obdachlos machen und sogar Todesopfer fordern.
An allen drei Standorten arbeitet SOS-Kinderdorf eng mit Sozialämtern, Gemeindekomitees und anderen lokalen Sozialeinrichtungen zusammen.