Kinder im Gazastreifen als Folge von den bewaffneten Konflikten traumatisiert   

04/02/2009 - Eine Mitarbeiterin aus dem SOS-Kinderdorf im Gazastreifen berichtet über die Auswirkungen der bewaffneten Konflikte auf die Familien, die in den betroffenen Gebieten in den Familienstärkungsprogrammen (FSP) betreut werden. Das Programm in Gaza betreut derzeit 187 Familien, darunter 900 Kinder.
Die Kommunikation mit Teilnehmern des FSP Programms gestaltete sich für Ihsan Redwan, die nationale Koordinatorin der FSP im Gazastreifen, während der 23 Tage der Gewalt als extrem schwierig. Nach Feststellen der Schäden und Auswirkungen auf die Familien berichtet Ishan, dass alle 900 Kinder, die im Rahmen der von ihr geleiteten Programme betreut werden psychische Schäden davongetragen haben. "Wir haben weisse Flecken in den Gesichtern der Kinder festgestellt und alle leiden offensichtlich an psychischen Störungen wie immer wiederkehrenden Alpträumen, Angstschreien, Bettnässen und verschiedenen gesundheitlichen Problemen wie Übelkeit und Erbrechen. Die Kinder sind verängstigt und weigern sich zu essen oder zu spielen" berichtet Ihsan per e-mail.

Nach Angaben von Ihsan sind die Familien auf unterschiedliche Weise betroffen. Mindestens acht Kinder haben schwere Verletzungen wie Schädelbrüche, Verbrennungen und gebrochene Gliedmassen erlitten. Einige Familien und ihre Kinder mussten den gewaltsamen Tod ihrer Verwandten miterleben und die meisten mussten aus ihren Häusern flüchten, um irgendwo anders Unterschlupf zu finden. Bei ihrer Rückkehr fanden sie ihre Häuser beschädigt vor oder sie lagen in Trümmern.

Information über e-mail von Ihsan Redwan, nationale FSP Koordinatorin im Gazastreifen

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