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| Strassen wurden innerhalb kürzester Zeit zu Flüssen - Foto: SOS-Archiv |
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Meteorologen sagen, dass Burkina Faso bisher noch nie von derart schweren Regenfällen heimgesucht worden sei. Neben Ouagadougou sind auch noch viele weitere Regionen im Land betroffen.
Das SOS-Kinderdorf in Ouagadougou liegt in Nongr-Maasom, einem der am massivsten betroffenen Stadtviertel. Mehr als 5'000 Menschen, darunter rund 2'200 Kinder, leiden an den Folgen der Überschwemmungen. SOS-Kinderdorf wird daher so schnell wie möglich ein einmonatiges Hilfsprogramm für alle Flutopfer in Nongr-Maasom starten. SOS-Teams werden mithilfe von Freiwilligen aus der Gemeinde Hilfsgüter wie Nahrungsmittel (Reis, Öl, Mehl, Milch, Kekse etc.), Decken, Hygieneartikel und Medikamente an die Betroffenen verteilen.
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| Die Verhältnisse in den provisorischen Unterkünften sind teilweise katastrophal. - Foto: SOS-Archiv |
Bereits vor Monaten hatte SOS-Kinderdorf beschlossen, in Nongr-Massom ein Familienförderprogramm zu starten, das allerdings auf Grund der Wirtschaftskrise verschoben werden musste. Angesichts der verzweifelten Situation vieler Familien wird das Programm nun gestartet, wenn auch in der ersten Phase in Form von Nothilfe.
Die Folgen der Überflutungen sind verheerend, vor allem in der Hauptstadt wurde die gesamte Infrastruktur schwer in Mitleidenschaft gezogen. Häuser und Stromleitungen wurden zerstört, Teile der Stadt sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Strassen wurden überflutet und wichtige Verkehrsverbindungen unterbrochen, Brücken brachen in sich zusammen. Der Ausbruch von Krankheiten wie Malaria, Typhus und Cholera wird angesichts teils katastrophaler hygienischer Bedingungen befürchtet - ein weiteres Horrorszenario, da auch viele Krankenhäuser wegen der Wasserschäden ihren Betrieb einstellen mussten.
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| Tausende Familien haben alles verloren - Foto: SOS-Archiv |
Acht Menschen sind bisher in Burkina Faso in den Fluten ums Leben gekommen. Allein in Ouagadougou wurden 24'450 Häuser zerstört, mehr als 150'000 Menschen, davon 70'000 Kinder unter 14 Jahren, sind betroffen. Die Mehrheit der Betroffenen ist von Regierungshilfe abhängig, denn nur rund 20'000 Menschen konnten bei Freunden und Verwandten unterkommen.
Laut dem Premierminister von Burkina Faso könnten 130'000 Menschen in öffentlichen Schulen vorübergehend untergebracht werden, weil derzeit Sommerferien sind. Doch die sanitären Verhältnisse und die Versorgungslage der vielen tausenden Betroffenen sind völlig unzureichend. Was derzeit am meisten benötigt wird, sind Nahrungsmittel, Trinkwasser, Decken, Kleidung und Sanitäreinrichtungen. Die Regierung hat nationale und internationale Organisationen um Hilfe ersucht.
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