SOS-Kinderdorf startet Hilfsprojekte für Familien in der Elfenbeinküste 

27/07/11 – Die Machtkämpfe in der Elfenbeinküste haben ihre Spuren hinterlassen und viele Kinder traumatisiert. Ein Team von SOS-Kinderdorf hat vor Ort in der Stadt Duékoué ein Bild von der schlimmen Situation gemacht. Vor allem unter Kindern und Familien ist die Not in der 75‘000 Einwohner zählenden Stadt gross. SOS-Kinderdorf reagiert nun mit verschiedenen Hilfsprojekten.

Flüchtlinge in einem Camp an der Elfenbeiküste. Foto: SOS-Kinderdorf.
Flüchtlinge in einem Camp an der Elfenbeiküste. Foto: SOS-Kinderdorf.
Das Soforthilfeprogramm von SOS-Kinderdorf wird unter anderem die medizinische Versorgung und die Ernährung von etwa 800 Kindern im Alter von bis zu 17 Jahren sichern. Rund 200 Eltern werden über die Familienhilfe betreut. Dadurch wird verhindert, dass Familien auseinanderbrechen und Kindern schutzlos auf sich gestellt sind. Ausserdem wird geprüft, ob für 20 Waisenkinder in den SOS-Kinderdörfern Abobo Gare und Aboisso in der Elfenbeinküste ein Platz geschaffen werden kann. Neben anderem kümmern sich die SOS-Mitarbeiter auch in Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort, um die Betreuung traumatisierter Kinder.

Häuser bieten kaum Schutz vor Sonne und Regen

Familien und Kindern mangelt es in Duékoué an medizinischer Versorgung, sauberem Wasser und an Essen. Die Hygienesituation und die Möglichkeiten für die Kinder eine Schule zu besuchen sind mangelhaft. Einige Familien leben in ausgebrannten Häusern, welche kaum Schutz vor Sonne und Regen bieten.  Den Familien fehlt es am Nötigsten wie etwa Decken, Matten und Küchenutensilien. Die Häuser müssen dringend in Stand gesetzt werden.

Lage bleibt für Kinder prekär

Das im Westen der Elfenbeinküste gelegene Duékoué war seit dem Jahr 2002 immer wieder Schauplatz heftiger bewaffneter Auseinandersetzungen. Auch nach den Wahlen im November 2010 flammte die Gewalt in Duékoué zeitweise wieder auf. Auch wenn die Lage nun langsam sicherer wird, bleibt die Lebenssituation für die Menschen prekär.

Erst im Februar 2011 musste das SOS-Kinderdorf Abobo Gare, welches in einem Vorort von Abidjan liegt, wegen bewaffneter Auseinandersetzungen in der Hauptstadt evakuiert werdenKinder und Mütter wurden in das SOS-Kinderdorf Aboisso gebracht. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sie im August 2011 in ihr SOS-Kinderdorf zurückkehren können, sofern die Lage vor Ort sicher genug ist.

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