Hungerkrise bedroht Westafrika 

24.01.12 - Nach Missernten droht in Westafrika eine Hungerkrise. Betroffen sind Teile Malis, des Senegal sowie der Norden von Burkina Faso. Den Menschen gehen die Nahrungsmittelvorräte aus, Hunger breitet sich aus. SOS-Kinderdorf handelt frühzeitig: Um hungernden Kindern und ihren Angehörigen beizustehen, verstärkt SOS-Kinderdorf in der Region seine Familienstärkungsprogramme.

SOS-Kinderdorf hilft bereits vor Ort mit Familienstärkungsprogrammen, wie hier in Mali.
SOS-Kinderdorf hilft bereits vor Ort mit Familienstärkungsprogrammen, wie hier in Mali.

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Unregelmässige Niederschläge führten in weiten Teilen der Sahelzone zu Missernten. Die Lebensmittelpreise sind deshalb um bis zu 40 Prozent gestiegen. Zu der Preisexplosion hat ausserdem die jüngste Krise in Côte d'Ivoire mitbeigetragen, da sie den Handel mit Nahrungsmitteln in der Region behindert hat.

Wenn in den nächsten Wochen nichts geschieht, sind unzählige Kinder vom Hungertod bedroht. Der Grund dafür ist, dass in der Region Mangel- und Unterernährung bei Kindern weit verbreitet ist, dies auch in Jahren, in denen die Ernten normal ausfallen. Burkina Faso und Mali zählen zu den Ländern mit extrem hoher Kindersterblichkeit. Die Hälfte der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren geht hier auf Unterernährung zurück.

Nachhaltige Hilfe für 4700 Kinder

In den betroffenen Regionen in Burkina Faso, Mali und Senegal, erreichen die Familienstärkungsprogramme von SOS-Kinderdorf derzeit insgesamt 4000 Kinder. Angesichts der drohenden Hungerkrise werdend diese Programme jetzt deutlich verstärkt, so dass Familien mit weiteren 700 Kindern Unterstützung erhalten. Die Familienstärkungsprogramme werden die Menschen nicht nur kurzfristig mit Lebensmitteln versorgen: Ziel ist es, Familien in Not schrittweise zur Selbsthilfe zu befähigen.

Ausserdem werden die Kinder an den SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen mit Mahlzeiten versorgt. Viele der Mädchen und Jungen müssen täglich einen Schulweg von einer Stunde zu Fuß zurücklegen - dies schaffen sie nur, wenn sie eine gute Ernährung erhalten und nicht vom Hunger entkräftet sind.

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