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| Die Fluten rissen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellte - Foto: SOS-Archiv |
Gegen die Fluten, die der Hurrikan Ida am Sonntag in El Salvador verursachte, hatte der vierjährige Alexis keine Chance: sein Haus mitsamt seiner Familie wurde innerhalb weniger Minuten einfach weggespült. Konnten seine Mutter und seine eineinhalbjährige Schwester noch gerettet werden, fehlt von ihm jede Spur. Alexis' Familie bekommt bereits seit seinem ersten Lebensjahr von SOS-Kinderdorf Unterstützung.
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| Viele Häuser stehen zwar noch, sind aber dennoch unbewohnbar - Foto: SOS-Archiv |
Der tropische Sturm zerstörte mehrere Häuser von Familien, die von SOS-Kinderdorf unterstützt werden, und beschädigte zahlreiche Gebäude. Während manche Familien den Verlust ihrer Ernte verschmerzen müssen - an sich schon eine Tragödie, da die Landwirtschaft oft das gesamte Einkommen von Familien sichert - haben andere alles verloren: ihren Lebensunterhalt, ihr Haus und sämtliche Besitztümer. Derzeit werden diese Familien in öffentlichen Gebäuden untergebracht und versorgt. Das Familienstärkungsprogramm von SOS-Kinderdorf in San Vicente unterstützt 45 Familien mit insgesamt 68 Kindern. Zwei Familien werden noch vermisst.
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| Die Mauer rund um das SOS-Kinderdorf San Vicente wurde so gut wie zerstört - Foto: SOS-Archiv |
Im Vergleich zum Leid dieser Familien nehmen sich die rein materiellen Schäden, die der Sturm an den Einrichtungen des SOS-Kinderdorfes in San Vicente hinterliess, eher gering aus: während Teile der Mauer rund um das Dorf völlig zerstört wurden, blieben die Familienhäuser unversehrt. Einzige Ausnahme ist das Haus, das ausserhalb des Dorfes von einer SOS-Familie mit sieben Kindern bewohnt wurde, in unmittelbarer Nähe eines kleinen Flusses. Die Hintertür des Hauses öffnet sich nun direkt über einem mehrere Meter hohen Abgrund, wo das Erdreich vom reissenden Wasser abgetragen wurde. Die Familie war bereits Stunden vorher evakuiert worden.
Die Spuren, die Ida am SOS-Kinderdorf in Santa Ana hinterliess, sind zwar weniger offensichtlich, dafür umso bedrohlicher. Obwohl keines der Gebäude beschädigt wurde, stehen drei Familienhäuser und der Gemeinschaftssaal im wahrsten Sinne des Wortes "am Abgrund". Direkt hinter diesen vier Gebäuden befindet sich ein Abbruch, dessen Rand nicht befestigt ist. Es besteht die Gefahr, dass das Erdreich abbricht und mitsamt den Gebäuden in die Tiefe stürzt.
Hurrikan Ida kostete in El Salvador 130 Menschen das Leben, zerstörte mehr als 250 Häuser und beschädigte an die 1800 Gebäude; 70 Personen werden noch vermisst. Am dringendsten brauchen die Menschen jetzt sauberes Trinkwasser, Verpflegung und Decken.