Obwohl zumindest das Kinderdorf in Arad ausser Reichweite der Angriffe ist, sind sich die Kinder der Lage sehr wohl bewußt. Die leiblichen Familien vieler Kinder leben in Reichweite der Raketen, die Kinder machen sich um sie grosse Sorgen. Die Besuche der Kinder bei ihren Familien, die in friedlichen Zeiten monatlich stattfinden, sind einstweilen ausgesetzt worden.
Beide Dörfer haben ihre Tore für Gruppen aus den gefährdeten Gebieten geöffnet. Auf Bitte des Sozialministeriums hat das SOS-Kinderdorf in Arad die Schülerinnen und die gesamte Belegschaft eines Mädcheninstitutes in einem ihrer Häuser, das nicht auf dem Gelände des Dorfes liegt, untergebracht.
Im Rahmen der Bemühungen der Stadt Migdal Haemek, Bürger aus der Risikozone zu beherbergen, hat auch das SOS-Kinderdorf dort Gruppen von Kindern aufgenommen.
Letzte Woche wurden Raketen auf Ziele im nördlichen Israel abgefeuert. Bis jetzt waren das Einzelfälle und bleiben es hoffentlich auch, dennoch bedeutet das, dass das Dorf in Migdal Haemek, welches im libanesischen Krieg 2006 unter Beschuss seitens der Hisbollah kam, möglicherweise wieder einem Risiko ausgesetzt ist. Mitarbeiter dort tun alles, um für den Notfall gerüstet zu sein.
Grosse Mühen nehmen die Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf Israel auch auf sich um sicher zu stellen, dass die Krise keine bleibenden Spuren bei den Kindern hinterlässt, aber es dauert sicher noch eine Weile, bis sie sich beruhigt haben und das Leben wieder seinen normalen Lauf nimmt.