 |
| Täglich kommen neue Flüchtlinge in den Camps an. |
Der blutige Machtkampf in der Elfenbeinküste ist seit Wochen entschieden. Der demokratische gewählte Präsident Alassane Ouattara hat am 21. Mai sein Amt mit einer feierlichen Zeremonie angetreten. Doch die Lage in der Elfenbeinküste gilt nach wie vor als instabil, während der Kämpfe war es zu ethnischer Gewalt und Massakern gekommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile 180'000 Ivorer nach Liberia geflohen. Ein grosser Teil der Flüchtlinge sind Kinder.
Da die Zahl der Flüchtlinge in den liberianischen Camps täglich weiter zunimmt, herrscht nach wie vor grosser Bedarf an Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln. Unterernährung und lebensbedrohliche Durchfallerkrankungen gefährden vor allem die Kinder.
Unsere Arbeit vor Ort
 |
| Bereits zwei Hilfsconvoys von SOS-Kinderdorf sind bei den Flüchtlingen angekommen. |
Über tausend Flüchtlinge sind in der Gemeinde Karnplay in der Nähe der Grenze zur Elfenbeinküste angkommen. Mit der Hilfe des UNHCR hat SOS-Kinderdorf alleine hier 130 Unterkünfte erstellt.
Zwei Hilfskonvois von SOS-Kinderdorf
In enger Zusammenarbeit mit dem UNHCR hat SOS-Kinderdorf zwei Konvois mit Hilfsgütern zu den Flüchtlingen geschickt. Der Zweite kam Ende Mai bei den hilfsbedürftigen Menschen an.
Gefahr von Krankheiten für Kinder
Trotz der grossen Anstrengungen der Hilfsorganisationen ist der Bedarf nach Nahrungsmitteln, sanitären Einrichtungen und Medikamenten immer noch sehr gross, da täglich neue Flüchtlinge in den Camps ankommen. Vor allem die Kinder sind in Gefahr, da sich Krankheiten in solchen Umständen sehr schnell verbreiten können.
Täglich neue Flüchtlinge
Da die Situation in der Elfenbeinküste weiter angespannt bleibt, können die Flüchtlinge immer noch nicht zurückkehren. Zudem kommen täglich neue ivorische Flüchtlinge in Liberia an.