Von Anbeginn des Konflikts war SOS-Kinderdorf Pakistan in Kontakt mit den Behörden und NGOs in der Region und bot an, sich um verlassene beziehungsweise unbegleitete Kinder zu kümmern. Die Regierung der North West Frontier Province und die lokale Nothilfeorganisation haben SOS-Kinderdorf Pakistan nun ersucht, vertriebene Kinder und Mütter in einer provisorischen Unterkunft zu betreuen.
Als Standort wurde Peshawar gewählt, wo eine Notunterkunft für zunächst bis zu 100 Frauen und Kinder eingerichtet wird. Ein geeignetes Gebäude ist bereits gefunden, in den kommenden Tagen wird es bezugsfertig sein. Die Kinder und Mütter werden medizinisch versorgt, psychologisch unterstützt, erhalten tägliche Mahlzeiten, Kleidung und sonstige Güter des täglichen Bedarfs. Wenn möglich, sollen die Kinder auch unterrichtet werden. Bei Bedarf könnten zu einem späteren Zeitpunkt weitere Flüchtlinge aufgenommen werden.
Wie lange die Flüchtlinge betreut werden müssen, ist derzeit nicht klar, da nicht absehbar ist, wie lange die Kämpfe andauern und wann eine sichere Heimkehr gewährleistet sein wird. Sollten Kinder ihre Familien verloren haben, könnte SOS-Kinderdorf Pakistan langfristige Betreuungsplätze anbieten.