SOS Kinderdorf ist bereit bis zu 400 Flüchtlingskinder aufzunehmen 

14/05/2009 - Das Hilfsangebot von SOS-Kinderdorf Sri Lanka, bis zu 400 unbegleitete Flüchtlingskinder aus der umkämpften Konfliktzone im Norden des Inselstaates temporär aufzunehmen und zu betreuen, ist nach wie vor aufrecht.
Zurzeit wird versucht, mit dem Consortium of Humanitarian Agencies (CHA) und Regierungsbehören zu klären, an welchem Standort die Nothilfeaktionen durchgeführt werden sollen. Zielgruppe sind Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder bei denen der Verbleib ihrer Familie zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt ist. Da die Sicherheitslage in den nördlichen Regionen nicht stabil ist, plant SOS-Kinderdorf die Kinder nach Nuwara Eliya zu bringen, wo angrenzend an das dort bestehende SOS-Kinderdorf vorübergehend Unterkünfte angemietet würden.

SOS-Kinderdorf ist in der Lage, dort bis zu 400 Kinder unterzubringen und sie mit allem zu versorgen, was sie benötigen - von Essen über Kleidung bis zu medizinischer Versorgung und Schulunterricht. Unter anderem haben sich bereits pensionierte SOS-Kinderdorf-Mütter freiwillig gemeldet, um die Kinder zu betreuen.

Parallel zu der in einer ersten Hilfsphase für drei bis vier Monate anberaumten Versorgung der Kinder will sich SOS-Kinderdorf um Familienzusammenführung bemühen. Sollten Kinder keine Eltern und auch keine erweiterte Familie mehr haben, die sich um sie kümmern könnte, wäre auch eine langfristige Aufnahme in einem SOS-Kinderdorf möglich. 

Zahlen und Fakten zu SOS-Kinderdorf in Sri Lanka

  • seit 1980 im Land aktiv
  • 34 Einrichtungen und Programme für rund 5.000 Menschen; davon über 500 Kinder in fünf SOS-Kinderdörfern und mehr als 1.600 Kinder und Familien in Unterstützungsprogrammen
  • SOS-Kinderdorf ist im Bildungsbereich tätig, führt Kindergärten und Kindertagesstätten, bietet Frauen- und Familienförderung in Zusammenarbeit mit Gemeinden, soziale Beratungsleistungen und medizinische Versorgung
  • seit 2003 erstmals in einem der Krisengebiete des Landes tätig (ein Sozialzentrum hauptsächlich für Kriegswitwen und ein Kindergarten in Batticaloa an der Nordostküste)
  • großes Nothilfeprogramm nach der Tsunami-Katastrophe Ende 2004: Hilfspakete, Notunterkünfte und Starthilfen; rund 1.000 neue Wohnhäuser; Wiederaufbau einer staatlichen Schule für 1.500 Schüler, die Anfang 2009 eröffnet wurde; zwei SOS-Sozialzentren und zwölf Mehrzweckzentren

Helfen Sie bitte mit einer Spende, damit wir helfen können. Danke!

Tell a friend
Schriftgrösse:
Size 1 Size 2 Size 3