Krise in Griechenland: Ansturm auf SOS-Kinderdörfer 

08/11/2011 - Die Finanzkrise in Griechenland hat auch auf die griechischen SOS-Kinderdörfer massive Auswirkungen. Immer mehr Eltern und alleinerziehende Mütter wenden sich an die SOS-Kinderdörfer, weil sie ihre Kinder nicht mehr ernähren können.

„Wir erleben derzeit einen Ansturm auf die SOS-Kinderdörfer“ teilt der Direktor von SOS-Kinderdorf Griechenland, George Protopapas mit. Seit Beginn der Wirtschaftskrise in Griechenland haben sich bislang über 1000 Familien hilfesuchend an SOS-Kinderdorf gewendet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von mehr als 65 Prozent. „Die Eltern stehen mit ihren Kindern manchmal sogar direkt vor unserer Tür.“

Schwierige finanzielle Situation

Laut Protopapas kommt erschwerend hinzu, dass durch die Krise deutlich weniger Spenden bei den SOS-Kinderdörfern in Griechenland eingehen. Bisher hatten sich die drei griechischen SOS-Kinderdörfer allein aus Spenden aus dem Inland finanziert. Protopapas befürchtet nun, dass die Organisation in Griechenland in diesem Jahr wohl erstmals rote Zahlen schreiben wird. „Zusätzlich zum Ausbleiben der Spenden hat der Staat auch noch die Steuern erhöht“, erklärt er. Als Folge darauf hat man nun die Ausgaben auf das Allernotwendigste gekürzt.

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