Zu Besuch im SOS-Kinderdorf Arusha 

Gemeinsam mit Mister Schweiz Jan Bühlmann und seinem Vorgänger André Reithebuch besuchte unser Mitarbeiter Hans Frauchiger das SOS-Kinderdorf Arusha in Tansania. Hier sein Reisebericht.

Jan Bühlmann und Andre Reithebuch werden vom Dorfleiter empfangen.
Jan Bühlmann und Andre Reithebuch werden vom Dorfleiter empfangen.
„Tisikie kamaukontumbani“ … „Ich fühle mich wie zuhause“ … Besser kann man den Besuch im SOS-Kinderdorf Arusha anlässlich der Charity-Tour zum Kilimanjaro von André Reithebuch (Mr. Schweiz 2009) und Jan Bühlmann (Mr. Schweiz 2010) nicht beschreiben. Fast zwei Tonnen Hilfsgüter, 40 Kartons mit Kleidung, Schulmaterial, Spielsachen, Farbstiften und Fussbällen bringen die beiden prominenten Schweizer als Botschafter in das SOS-Kinderdorf.

Fast zwei Tonnen Hilfsgüter haben die zwei Mister Schweiz mitgebracht.
Fast zwei Tonnen Hilfsgüter haben die zwei Mister Schweiz mitgebracht.
„Alles hochwillkommene, wertvolle und nützliche Gegenstände“ versichern Lengai Sakaya Mollel, der Leiter des SOS-Kinderdorfs und Rita Kahurananga, Direktorin von SOS-Kinderdorf Tansania. Alle Güter hat Reto Steinacher vom Reisebüro Glärnisch in viermonatiger Arbeit zusammengetragen. Der Transport der Güter übernahm Edelweiss Air als Sponsor. So dass alles schlussendlich kostenlos im Kinderdorf den 100 Kindern übergeben werden konnte.

Der sechjährige Hasheem spielt mit Jan Bühlmann Fussball.
Der sechsjährige Hasheem spielt mit Jan Bühlmann Fussball.
Respektvoll nehmen die Kinder die Geschenke entgegen und die Augen der Buben und Mädchen leuchten beim gemeinsamen Aufblasen der Fussbälle. Alle freuen sich auf das anschliessende gemeinsame Fussballspielen. Mittendrin im Gewühl einer der jüngsten Dorfbewohner, der sechsjährige Hasheem, der furchtlos jeden Ball zurückkickt, der ihm vor die Füsse rollt.

Schnell wird aus einem alten verschnitenen Bergseil ein Sprungseil.
Schnell wird aus einem alten zerschnittenen Bergseil ein Sprungseil.
Ein altes, zerschnittenes Bergseil von André Reithebuch dient den Kindern wie den SOS-Kinderdorfmüttern als Sprungseil: an diesem Nachmittag der Charity-Tour wird im SOS-Kinderdorf viel gelacht. Schnell wird André Reithebuch von der Freude der Kinder angsteckt: "Die Kinder hier sind herzlich, offen und sehr kontaktfreudig, es macht riesigen Spass mit ihnen zu spielen". Auch Jan Bühlmann ist vom Besuch im SOS-Kinderdorf überwältigt: "Es ist unglaublich, wie die Kinder auf uns zukamen und auf uns reagierten, obschon sie uns nicht kannten." Eine nicht selbstverständliche Lebensfreude: denn diese Kinder haben eine traurige Vergangenheit: die meisten von ihnen sind Waisen, die keine Familie mehr haben, die sich um sie kümmern kann. Einige von ihnen sind Halbwaisen. In diesen Fällen ist meist die Mutter verstorben und der Vater kann oder will sich der Kinder nicht mehr annehmen. Ein Schicksal, welches viele afrikanische Halbwaisen ereilt.

André Reithebuch findet sofort einen guten Draht zu den Kindern.
André Reithebuch findet sofort einen guten Draht zu den Kindern.
Hier im SOS-Kinderdorf haben die Kinder in einem der zehn Familienhäuser wieder ein liebevolles Zuhause gefunden. Die meisten der SOS-Mütter arbeiten schon seit der Gründung des Dorfes im Jahr 2000 hier und sind sehr stolz auf ihre durchschnittlich zehn Schützlinge zwischen acht und 16 Jahren. Stolz zeigen sie Jan Bühlmann und André Reithebuch ihre Familienhäuser mit dem hellen, zu einem bepflanzten Innenhof offenen Wohnzimmer.

Nach dem gemeinsamen Spiel geht es weiter zur etwa einen Kilometer vom Dorf entfernten Schule von SOS-Kinderdorf. Gerne gehen die Kinder, die sich alle gut auf Englisch verständigen können hier zur Schule. Hier werden nicht nur sie unterrichtet, die Schule ist auch offen für die Kinder aus der Nachbarschaft. Die Bedürftigen unter ihnen werden von SOS-Kinderdorf mit den Schulkosten unterstützt.

Auch diese Kinder sowie die Kinder aus den SOS-Familienstärkungsprogrammen werden von der Hilfslieferung profitieren. Alles Familien, die mit sozialen oder wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben. Ihre Existenz zu sichern, damit sie als intakte Familie zum Wohl ihrer Kinder funktionieren können, ist Aufgabe von SOS-Kinderdorf.

Die vom Tourismus geprägte Umgebung von Arusha darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es viele Familien gibt, deren Existenz bedroht ist, und die mit nur einem US-Dollar pro Tag auskommen müssen. Deshalb ist auch hier die Arbeit von SOS-Kinderdorf so wichtig.

Bildergalerie

Sämtliche Fotos wurden von Siro Micheroli gemacht.

André Reithebuch im SOS-Kinderdorf Arusha
André Reithebuch im SOS-Kinderdorf Arusha
Jan Bühlmann war von den Kindern begeistert.
Jan Bühlmann war von den Kindern begeistert.
Andreé Reithebuch verteilt mitgebrachte Hilfsgüter
André Reithebuch verteilt mitgebrachte Hilfsgüter
Schnell wird aus einem Bergsteigerseilt ein Springseil - sehr zur Freude der kleinen und grossen Kinder.
Schnell wird aus einem Bergsteigerseilt ein Springseil - sehr zur Freude der kleinen und grossen Kinder.

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