Zwei Ärzte der SOS-Klinik bei Anschlag in Mogadischu verletzt  

03/12/2009 - Während einer universitären Abschlussfeier in einem Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu kam es zu einer verheerenden Explosion, bei der neuesten Meldungen zufolge mindestens 19 Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden, darunter auch zwei Ärzte der SOS-Klinik in Mogadischu.
Foto: SOS-Archiv
Dr. Abdullahi Hussein in der SOS-Satellitenklinik in Afgoye - Foto: SOS-Archiv

Dr. Abdullahi Hussein, einer der verantwortlichen ärztlichen Leiter der SOS-Klinik in Mogadischu, und sein Kollege Dr. Tahlil Abdi besuchten gerade gemeinsam mit hunderten anderen Gästen die Abschlussfeier von Medizinstudenten der Banadir-Universität, als es zu der folgenschweren Explosion kam. Laut jüngsten Meldungen von BBC kostete der Selbstmordanschlag im Konferenzsaal eines Hotels mindestens 19 Menschen das Leben, auch drei Minister wurden getötet. Zahlreiche Gäste wurden verletzt, darunter auch die beiden Ärzte der SOS-Klinik. Sie werden zurzeit in einem Krankenhaus behandelt, noch liegen aber keine genaueren Details über ihren Gesundheitszustand vor. Ein weiterer Arzt aus Hargeisa in Somaliland, der zurzeit an der SOS-Klinik ein Praktikum absolviert, gilt als vermisst.

Ein Abkommen zwischen der lokalen Banadir-Universität und SOS-Kinderdorf ermöglicht es Medizinstudenten, an der SOS-Klinik Praktika zu absolvieren. Deshalb wohnten der Abschlussfeier zahlreiche Mitarbeiter der SOS-Klinik bei.

Foto: Hilary Atkins
Auf der großen Pädiatriestation der SOS-Klinik werden jedes Jahr tausende Kinder behandelt - Foto: Hilary Atkins

Dr. Abdullahi ist Kinderarzt, der in Mogadischu ausgebildet wurde und seinen ersten Arbeitsplatz 1991 in der SOS-Klinik antrat. 1995 ging er für Weiterbildungen nach Italien, anschliessend nach England. Im Jahr 2005 kehrte er nach Somalia zurück, um wieder für SOS-Kinderdorf zu arbeiten und den vielen leidgeprüften Menschen im zerstörten Mogadischu zur Seite zu stehen. Er war massgeblich daran beteiligt, dass der Betrieb der SOS-Klinik in den vergangenen Jahren fast durchgehend aufrechterhalten und gleichzeitig eine medizinische Aussenstelle in Afgoye, 30 km von Mogadischu entfernt, eingerichtet werden konnte.

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