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| Die SOS-Familien wurden Ende 2007 evakuiert - Foto: SOS-Archiv |
Schwere Kämpfe zwischen den äthiopischen Truppen, die seit 2006 die Regierung von Somalia unterstützen, und islamistischen Aufständischen in Mogadishu forderten am vergangenen Wochenende dutzende Todesopfer und über hundert Verletzte, viele Opfer sind Zivilisten. Die lokalen SOS-Kinderdorf-Einrichtungen kamen auch unter Beschuss.
Drei SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter - ein Krankenpfleger und zwei Sicherheitsleute - wurden leicht verletzt und in die SOS-Klinik gebracht.
Am Montag hatte sich die Lage wieder etwas beruhigt, immer wieder konnten aber Schüsse vernommen werden. Der Zugang zum SOS-Kinderdorf-Gelände ist nicht möglich, weder Patienten noch Mitarbeiter können die Einrichtungen betreten.
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| Die SOS-Klinik wird das ganze Jahr von tausenden Patienten besucht. - Foto: H. Atkins |
Das genaue Ausmass des Schadens an Gebäuden ist noch nicht bekannt, betroffen sind jedoch das Verwaltungsgebäude und die Bibliothek der SOS-Krankenpflegeschule. Einige mutige Mitarbeiter konnten noch Bücher aus der brennenden Bibliothek retten.
Ende März hatte SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin bei einem eintägigen Besuch die Kinder und ihre SOS-Mütter in Mogadischu getroffen und sie moralisch bestärkt. Wegen der schwierigen politischen Situation konnte er die Kinder nicht in ihren provisorischen Unterkünften besuchen, in denen sie seit Dezember 2007 untergebracht sind.
In den vergangenen Monaten gerieten die SOS-Kinderdorf-Projekte immer wieder zwischen die Fronten. Schwere Zwischenfälle mit Verletzten und Toten machten Ende 2007 eine Evakuierung aller Einrichtungen notwendig. Die SOS-Familien sind nach wie vor in anderen Stadtteilen untergebracht. Vor einem Monat konnte zumindest die SOS Klinik wieder ihren Betrieb aufnehmen.