SOS-Kinderdörfer in Kongo nicht gefährdet 

03/11/2008 Während sich die Situation in der Provinz Nordkivu im Osten Kongos weiter verschärft hat, ist die Lage im südlichen Bukavu, wo eines der beiden SOS-Kinderdörfer liegt, ruhig geblieben. Der Flüchtlingsstrom hat allerdings dazu geführt, dass die Lebensmittel knapp geworden sind.
 

Die Auseinandersetzungen zwischen den Rebellen des aufständischen Tutsi-Generals Laurent Nkunda und den kongolesischen Regierungsstreitkräften beschränken sich bisher auf die Provinz Nordkivu, 230 Kilometer vom SOS-Kinderdorf Bukavu entfernt. Sowohl in Bukavu als auch im weiter südlich gelegenen Uvira, wo sich das zweite SOS-Kinderdorf befindet, finden zurzeit keine Kämpfe statt.

Trotzdem sind die beiden Städte von der Situation im Nordosten betroffen, da Nordkivu die Provinz Südkivu mit Nahrungsmitteln versorgt. Seit der Wiederaufnahme der Gefechte im August kommen kaum mehr Lebensmittel an, was zu Engpässen auf dem Markt und zu beträchtlichen Preissteigerungen führte. Die Flüchtlinge, die täglich in Bukavu ankommen, verschärfen die Nahrungsmittelknappheit zusätzlich.

Im SOS-Kinderdorf Bukavu gibt es keine speziellen Probleme. Die Kinder gehen nach wie vor zur Schule, das Personal kann seinen Aufgaben nachgehen, und die SOS-Kinderdorfmütter versuchen, Vorräte anzulegen, falls sich die Situation verschlimmern sollte. Im SOS-Kinderdorf Uvira, das 110 Kilometer von Bukavu entfernt liegt, ist die Situation ruhig.

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