Save the World Award an SOS-Kinderdorf  

23/07/2009 - Am 24. Juli erhält SOS-Kinderdorf im Rahmen einer internationalen TV-Gala den SAVE THE WORLD AWARD 2009. SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin wird die Auszeichnung im Namen der Organisation persönlich entgegennehmen. Die grosse Medienveranstaltung wird im Atomkraftwerk Zwentendorf bei Wien stattfinden, dem einzigen Atomkraftwerk der Welt, das nie in Betrieb ging.
Foto: Save the World Awards 

Die Save the World Awards werden zum ersten Mal an Organisationen und Menschen verliehen, die sich humanitär engagieren bzw. sich für den Erhalt unserer Erde einsetzen. Die Save the World Awards werden von der World Awards-Gesellschaft verliehen, die Michael Gorbatschow im Jahr 2000 mitbegründet hat. Und es war der Friedensnobelpreisträger selbst, der bereits 2005 den weltweit über 5.000 SOS-Kinderdorf-Müttern den Women's World Award überreicht hat in Anerkennung ihres besonderen Einsatzes für Kinder. Eine Mutter aus dem deutschen SOS-Kinderdorf Ammersee hat damals den Preis stellvertretend entgegengenommen.

Der Save the World Award 2009 wird nun der gesamten Organisation SOS-Kinderdorf verliehen. SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin, der den Preis am 24. Juli entgegennehmen wird, zur Auszeichnung: "Danke für diese schöne Anerkennung unserer jahrzehntelangen Arbeit, vor allem danke im Namen aller Kinder und Jugendlichen, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unserer Freunde und Förderer. Denn SOS-Kinderdorf wird in erster Linie von der Zivilgesellschaft getragen, was uns Mut machen soll, dass wir alle gemeinsam imstande sind, füreinander Sorge zu tragen und gegen Gewalt, Missachtung, Gleichgültigkeit und Ausgrenzung aufzustehen. Zum 60-Jahr-Jubiläum von SOS-Kinderdorf bestärkt uns dieser Preis, weiter an einer kindgerechten Gesellschaft zu bauen und Bedingungen zu schaffen, die überall in der Welt Kindern ein geschütztes Aufwachsen ermöglichen in einem respektvollen und wertschätzenden Miteinander. Nur wer in Frieden aufwächst, kann den Frieden weitergeben."

Das Komitee der World Awards begründet seine Entscheidung für die Preisverleihung an SOS-Kinderdorf damit, dass SOS-Kinderdorf tausenden Kindern, die ihre wichtigsten Bezugspersonen verloren haben, eine neue Heimat biete und dass ihnen ermöglicht würde, ihre Wünsche, Ziele und Visionen umzusetzen. Zugleich betont das Komitee, dass Helmut Kutin das Erbe Hermann Gmeiners nicht nur übernommen, sondern die Position der SOS-Kinderdörfer weltweit gestärkt und deren Ausbau forciert habe.

Die Save the World Awards haben keine fixen Kategorien. Es stehen zwölf Themen im Mittelpunkt, die jeweils ein prominenter "Botschafter" präsentiert. In jedem Themenbereich gibt es einen Preisträger. Die zwölf Schwerpunkte sind Klima, Armut, Wasser, Toleranz, Energie, Friede und Sicherheit, Gesundheit, Demokratie und Menschenwürde, Ernährung, Bildung, Umweltverschmutzung, Artenschutz.

Weitere Preisträger sind unter anderem Carl Lewis, dessen Stiftung für Kinder in Not für ihr Engagement ausgezeichnet wird, und Greenpeace, dessen Klima-Projekt-Leiter Thomas Henningsen den Save the World Award für den globalen Einsatz von Greenpeace zum Schutz des Klimas entgegen nehmen wird. Jermaine Jackson wird den Preis für seinen Bruder Michael entgegen nehmen, der posthum geehrt wird.

Mit dem Atomkraftwerk Zwentendorf wurde ein Veranstaltungsort mit hohem Symbolcharakter gewählt. Es ist das einzige Atomkraftwerk der Welt, das trotz Baufertigstellung nach einem klaren Volksentscheid nie in Betrieb gegangen ist. Zum ersten Mal wird das vor 30 Jahren errichtete Kraftwerk nun für eine Veranstaltung geöffnet, die ein Zeichen setzen will für einen sorgsamen Umgang mit unseren Ressourcen, für soziales Engagement, Gerechtigkeit und Frieden.

Zur Gala, die von zahlreichen TV-Stationen aufgezeichnet und laut Veranstalter in mehr als 50 Länder ausgestrahlt werden soll, werden zahlreiche internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft erwartet, durch den Abend führt der Hollywood-Star Andie MacDowell. Im Vorfeld findet ein Kongress in Schloss Grafenegg zum Thema nachhaltige Entwicklung und die Zusammenhänge von Umweltschäden und Ausbeutung, sozialer Ungleichheit, Finanzkrise und Klimawandel statt.

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