Somalische Flüchtlingsfamilie: 180 Kilometer zu Fuss mit sechs Kindern unterwegs 

30/08/2011 – Die Anzahl somalischer Flüchtlinge in Äthiopien wird täglich grösser. Auch im Flüchtlingscamp Morudile, in dem SOS-Kinderdorf über tausend Familien mit Nahrungsmitteln unterstützt, ist die Lage weiterhin prekär. Dennoch ist das Camp für viele Somalier ein Ort der Hoffnung. So auch für Barey Oyo. Die Mutter von sechs Kindern hat sich trotz ihrer Schwangerschaft aus dem 180 Kilometer entfernten Waijd-Gebiet in Somila zu Fuss hierher auf den Weg gemacht.

Hier können Sie für Ostafrika spenden.
Ihre Spende kommt an!
„Als wir uns auf den langen Weg machten, wussten wir nicht, wo lang wir gehen sollten. Wir kannten nur den Ort „Morudile“ und dass es dort Nahrung geben sollte“, beschreibt Barey Oyo die beschwerliche Reise von Somalia nach Äthiopien. Während ihrer 15-tägigen Reise hat sie gemeinsam mit ihren sechs Kindern und ihrem Mann 180 Kilometer zurückgelegt - immer auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Da Barey zudem im sechsten Monat schwanger ist, konnte sie nicht die ganze Strecke gehen und musste oft von ihrem Mann getragen werden.

Barey Oyo ist froh, nach den Strapazen im Lager angekommen zu sein.
Auch wenn ihre Hütte im Flüchtlingslager nur aus ein paar Stöcken und einem einfachen Dach besteht, so ist Barey doch froh, überhaupt hier angekommen zu sein. „Ich glaube, dass wir nun das Schlimmste überstanden haben, ich bin sehr optimistisch in drei Monaten mein Baby gesund zur Welt zu bringen.“ Hier im Lager und in der Umgebung hilft SOS-Kinderdorf mit Nahrungsmitteln über tausend Familien.  Dank dieser Unterstützung wird auch Barey’s Familie in den kommenden Wochen überleben. Doch täglich kommen neue Flüchtlinge im Lager an, welche in Morudile dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Helfen Sie Familien wie jener von Barey mit einer Spende. Herzlichen Dank.  

Tell a friend
Schriftgrösse:
Size 1 Size 2 Size 3