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| Und wieder sind Kinder auf der Flucht - Foto: Sebastian Posingis |
Die aktuelle Situation in den umkämpften Gebieten ist unüberschaubar und ändert sich laufend. NGOs und UN-Organisationen ist es nicht möglich, in den Konfliktgebieten Hilfe zu leisten. Die Regierung will unter anderem vermeiden, dass neben den vielen Zivilpersonen auch noch Mitarbeiter von NGOs zwischen die Kampflinien geraten.
Das Consortium of Humanitarian Agencies (CHA) und die Streitkräfte, die für die Versorgung der Flüchtlinge zuständig sind, sind an SOS-Kinderdorf Sri Lanka herangetreten mit der Bitte um humanitäre Unterstützung. Zurzeit wird mit den Behörden diskutiert, wie und wo provisorische Unterkünfte bereitgestellt werden könnten. Möglich wäre die vorübergehende Aufnahme von Kindern in SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Nuwara-Eliya und Batticaloa oder die Errichtung von Unterkünften an anderen sicheren Orten.
Bis heute gibt es keine gesicherten Zahlen darüber, wie viele Kinder sich unter den Flüchtlingen befinden. Vergangene Woche hiess es, dass 3.500 bis 4.000 Kinder, darunter Halb- und Vollwaisen bzw. unbegleitete Kinder, auf der Flucht vor den Kämpfen im Nordosten des Landes sind. Diese Zahlen wurden von verschiedenen Nachrichtenagenturen veröffentlicht und könnten mittlerweile wieder gesunken oder gestiegen sein.
Sämtliche Einrichtungen und Programme von SOS-Kinderdorf in Sri Lanka befinden sich in sicherer Distanz zu den Konfliktzonen, die derzeit ein relativ kleines Gebiet umfassen.
Helfen Sie bitte mit einer Spende, damit wir helfen können! Danke!
Zahlen und Fakten zu SOS-Kinderdorf in Sri Lanka
- seit 1980 im Land aktiv
- 34 Einrichtungen und Programme für rund 5.000 Menschen; davon über 500 Kinder in fünf SOS-Kinderdörfern und mehr als 1.600 Kinder und Familien in Unterstützungsprogrammen
- SOS-Kinderdorf ist im Bildungsbereich tätig, führt Kindergärten und Kindertagesstätten, bietet Frauen- und Familienförderung in Zusammenarbeit mit Gemeinden, soziale Beratungsleistungen und medizinische Versorgung
- seit 2003 erstmals in einem der Krisengebiete des Landes tätig (ein Sozialzentrum hauptsächlich für Kriegswitwen und ein Kindergarten in Batticaloa an der Nordostküste)
- grosses Nothilfeprogramm nach der Tsunami-Katastrophe Ende 2004: Hilfspakete, Notunterkünfte und Starthilfen; rund 1.000 neue Wohnhäuser; Wiederaufbau einer staatlichen Schule für 1.500 Schüler, die Anfang 2009 eröffnet wurde; zwei SOS-Sozialzentren und zwölf Mehrzweckzentren