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| In Malakal, Süd-Sudan, werden die Lebensmittel knapp. |
Nord-sudanesische Soldaten und süd-sudanesische Milizen hatten sich in Malakal in den vergangenen Tagen schwere Feuergefechte geliefert. Schätzungsweise 50 Soldaten und elf Zivilisten wurden getötet. Friedenstruppen der UN-Mission in Sudan (UNMIS) gelang es, die Kämpfe durch ihre Präsenz zu beenden. Blauhelm-Soldaten patrouillieren durch die Strassen und gepanzerte UN-Fahrzeuge sichern zentrale Punkte. Die Milizen haben sich zurückgezogen, einige ihrer Kämpfe halten sich jedoch noch in der Umgebung versteckt. Nach wie vor leben die Menschen in Malakal in Furcht vor einem erneuten Aufflammen der Gewalt.
Während der Gefechte suchten im SOS-Kinderdorf Malakal 150 Familien aus der Nachbarschaft Schutz. Sie kehren nun nach und nach in ihre Häuser zurück. Doch viele stehen vor dem Nichts, da ihre Häuser während der Kämpfe geplündert wurden. Gleichzeitig werden in der Stadt die Lebensmittel knapp. Dringend benötigt werden beispielsweise Weizen, Linsen und Speiseöl. Das SOS-Kinderdorf verfügt zwar noch über Vorräte. Doch um hungernden Kindern und Familien in der Nachbarschaft beizustehen, lässt SOS-Kinderdorf Hilfsgüter nach Malakal fliegen. Der Lufttransport ist derzeit der einzige sichere Weg.
Auf dem Weg in die Unabhängigkeit: Versorgungslage im Süd-Sudan verschlechtert sich
"Die Versorgung mit Lebensmittel wird ein sehr ernstes Problem für die Menschen hier", sagt Alwock Dok, Leiter des SOS-Kinderdorfs Malakal. "Schon vor den Kämpfen waren Hirse und Gemüse auf den örtlichen Märkten knapp." Angesichts der bevorstehenden Unabhängigkeit des Süd-Sudans hat sich die Versorgungslage verschlechtert. Bereits vor der Volksabstimmung im Januar wurden weniger Lebensmittel aus dem Norden oder Uganda und Kenia in den Süd-Sudan geliefert. Aus Angst vor Unruhen haben nach dem Referendum ausserdem viele Nord-Sudanesen Malakal verlassen und ihre Geschäfte geschlossen. "Jetzt, nach den Plünderungen in den vergangenen Tagen, hat sich die Lage in der Stadt noch einmal dramatisch verschärft."