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Über 500 Patienten werden eigentlich täglich in der Klinik von SOS-Kinderdorf in Mogadischu behandelt. Momentan ist die Klinik für Patienten geschlossen, da verschiedene militärische Gruppierungen das Gelände besetzt haben und den Zugang zum Spital verunmöglichen. Derzeit laufen Verhandlungen darüber, wann die Klinik wieder geöffnet werden kann. In der Zwischenzeit betreuen SOS-Mitarbeiter Patienten in den Gemeinden, zudem konnten viele Frauen und Kinder in das medizinische Zentrum im Flüchtlingslager Badbado gebracht werden.
Da nun der Regen eingesetzt hat, keimt in den Menschen im Flüchtlingslager wieder die Hoffnung auf, nach Hause zu gehen und die Felder für das nächste Jahr bestellen zu können. In der Zwischenzeit werden über 3000 Menschen von SOS-Kinderdorf verpflegt. Zudem versorgt hier SOS-Kinderdorf weiterhin Patienten. Dies ist auch nötig, denn der Regen erhöht die Ausbruchsgefahr von Malaria und Cholera.
Im Flüchtlingslager Baidoa im Inneren des Landes haben die Al-Shabab-Milizen vor einem Monat die 12‘000 Flüchtlinge wieder nach Hause geschickt. SOS-Kinderdorf konnte die Hälfte dieser Flüchtlinge vor deren Abreise noch mit Nahrungsmitteln für einen Monate versorgen.
Trotz der grossen Herausforderungen ist SOS-Kinderdorf überzeugt, weitere Flüchtlinge verpflegen und behandeln zu können. Nach Gesprächen mit Gemeindeführern wurden beispielsweise 3‘000 Flüchtlinge, deren Gesundheitszustand am schlechtesten war, in ein Dorf namens Bullo-Fuur in der Nähe von Baidoa gebracht werden, wo ein neues SOS Nothilfe und Medizinzentrum erstellt wurde.
Daneben gehen die Essensverteilungen an über 2‘000 Familien in der Region um Baidoa weiter.