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| In den "Strassen" von Dakar - Foto: SOS-Archiv |
In Dakar haben mehr als 2'000 Menschen ihre Häuser und den gesamten Besitz verloren. Immer noch steht das brackige Wasser in den engen Gassen - eine ideale Brutstätte für Moskitos, die Überträger von Malaria, und den Ausbruch von Cholera und Durchfallerkrankungen; am meisten gefährdet sind die Kinder.
Senegal wird alljährlich während der Regenzeit von Überschwemmungen heimgesucht. SOS-Kinderdorf hat deshalb bereits im vergangenen Jahr in Pikine eine Nothilfeaktion für betroffene Familien durchgeführt und für Anfang 2010 den Start eines Familienförderprogramms geplant. Pikine ist ein dicht besiedeltes Gebiet, in dem pro Quadratkilometer 3'000 Menschen leben; davon sind 55% unter 18 Jahre alt. Die Straßen, häufig nicht asphaltiert, sind schmal, die kleinen Häuser bestehen meist nur aus zwei Zimmern; Kanalisation und Müllentsorgung sind so gut wie inexistent. Die schlechte Infrastruktur dürfte mit ein Grund sein, warum dieses Viertel so gut wie jedes Jahr unter Wasser steht und warum Hilfe so dringend notwendig ist.
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| Ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Krankheiten - Foto: SOS-Archiv |
Im vergangenen Jahr hat SOS-Kinderdorf Kinder und ihre Familien mit Grundnahrungsmitteln (Reis, Öl, etc.), Schulmaterial, Hygieneartikeln und Matratzen versorgt. Es gab auch einen Tag lang kostenlose medizinische Untersuchungen und kostenlose Medikamentenausgabe. Außerdem wurden zwei Tage lang Aufräum- und Reinigungsaktionen im Viertel durchgeführt.
Nun haben die örtlichen Behörden neuerlich bei SOS-Kinderdorf Senegal um Unterstützung für die Flutopfer angesucht. Die lokale Organisation Amicale des Jeunes de Pikine Wakhinane (AJWP) hat ein Krisenkomitee aufgebaut, das unter anderem damit beauftragt ist, das Wasser aus den Strassen und Häusern abzupumpen. Wie aber die Erfahrungen im vergangenen Jahr gezeigt haben, sind die Motorpumpen veraltet und völlig unzureichend, um schnelle Hilfe leisten zu können.
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| SOS-Kinderdorf: Im Einsatz für die Kinder - Foto: Sandrine Houalet |
SOS-Kinderdorf Senegal möchte deshalb unter anderem zwei Pumpen sowie technisches Gerät zur Verbesserung des Kanalsystems kaufen, um AJWP und die "Commission de l'environment de la Commune d'arrondissement de Pikine Ouest" damit auszustatten. SOS-Kinderdorf Senegal wird zudem vier eigene Mitarbeiter zur Verfügung stellen und 45 freiwillige Hilfskräfte organisieren. Der Start ist für 20. September geplant.