Angespannte Ruhe in den SOS-Kinderdörfern in Honduras 

30/06/09 – Angesichts der politischen Unruhen im Land haben auch die SOS-Kinderdörfer mit Schwierigkeiten zu kämpfen, unmittelbare Gefahr besteht allerdings keine. 

Das nationale Büro von SOS-Kinderdorf Honduras wurde geschlossen, da es sich in ummittelbarer Nähe von Regierungsgebäuden befindet und die Sicherheitslage derzeit schwer abzuschätzen ist. Was die SOS-Kinderdorf-Projekte in Santa Rosa de Copan und Choluteca und die  betrifft, so herrscht dort angespannte Ruhe. In Tegucigalpa und somit auch im dort gelegenen Kinderdorf wurde die Stromversorgung unterbrochen und seit Sonntag ist eine Ausgangssperre in Kraft. Die Kinder können aufgrund der Proteste auf den Strassen und den Unruhen seit vergangenem Donnerstag nicht zur Schule gehen. 

Das SOS-Kinderdorf Valle de Ángeles befindet sich 30km von der Hauptstadt Tegucigalpa in einer ländlichen Umgebung. Wegen Strassenblockaden konnten die Mitarbeiter nicht zur Arbeit kommen. Das Dorf betreut Kinder mit physischen und psychischen Behinderungen, die permanente medizinische Betreuung benötigen, die jedoch im Moment nicht sichergestellt werden kann.

In Tela wurden einige, nicht von SOS-Kinderdorf betriebene medizinische Zentren vorübergehend geschlossen, da sich das medizinische Personal im Streik befindet.

Der Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, war nach einem Militärputsch, dem ersten in diesem Jahrhundert in Südamerika, am vergangenen Sonntag ins Exil verschleppt worden.

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