Unruhen in Kirgisistan: SOS-Kinderdörfer sind sicher  

08/04/10 - Nach blutigen Auseinandersetzungen mit Dutzenden Toten in Kirgisistan am Mittwoch (07.04.2010) ist die Lage in den SOS-Kinderdörfern und den weiteren SOS-Einrichtungen ruhig. Die Sicherheitsmassnahmen wurden verstärkt und einzelne Einrichtungen vorübergehend geschlossen.

Am gestrigen Mittwoch hatten mehrere Hundert Demonstranten das Parlament und das Regierungsgebäude des zentralasiatischen Staats gestürmt. Nach Angaben der Behörden wurden dabei mindestens 68 Menschen getötet und über 520 Menschen verletzt. Inzwischen musste der kirgisische Präsident Bakijew ausser Landes fliehen.

SOS-Kinder sind sicher

Die Kinder und Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes in Bischkek sind unterdessen sicher. Die Sicherheitsmassnahmen wurden durch zusätzliches Personal verstärkt. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule und der SOS-Kindergarten in Bischkek bleiben weiter geschlossen, da die Situation auf den Strassen instabil und gefährlich ist. Unsere Kollegen in Bischkek haben berichtet, dass zahlreiche Plünderungen auf Märkten und in Einkaufszentren stattfinden.
 
Die Situation im SOS-Kinderdorf Cholpon-Ata ist derzeit stabil. Auch in Cholpon-Ata wurden die Sicherheitsmassnahmen verstärkt.

Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1996 im seit 1991 von der Sowjetunion unabhängigen Kirgisistan aktiv. Es gibt dort derzeit zwei SOS-Kinderdörfer mit jeweils einem Kindergarten sowie eine SOS-Jugendeinrichtung, zwei Projekte der SOS-Familienhilfe und eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule.

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