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Die Farm beliefert alle SOS-Einrichtungen in Simbabwe Foto: J. Dufty |
Am vergangenen Wochenende wurden erste Erkrankungen unter Mitarbeitern der SOS Maizelands Farm und deren Familienangehörigen gemeldet. Insgesamt 22 Menschen, darunter fünf Kinder, wurden in das Cholera-Therapiezentrum in Bindura, rund 25 Kilometer von Shavma entfernt, gebracht. Die meisten konnten mittlerweile entlassen werden, einige stehen noch unter Beobachtung.
Zudem wurden im SOS-Ausbildungszentrum, zu dem die Maizelands Farm gehört, zwei Behandlungsräume eingerichtet, in denen sich zwei Krankenschwestern um Patienten kümmern. Zurzeit werden dort eine ältere Frau von einer Nachbarsfarm behandelt, die den Transport in ein weiter entferntes Zentrum vermutlich nicht überlebt hätte, sowie eine weitere Frau und das Kind eines SOS-Mitarbeiters. Alle drei befinden sich ausser Lebensgefahr und sind auf dem Weg der Besserung.
Gary Birditt, der Leiter von SOS-Kinderdorf Simbabwe, hat mit Dr. Mwazha vom Gesundheitsamt der Provinz gesprochen, der das kleine Behandlungszentrum überwacht. Dr. Mwazha betont, dass das schnelle Handeln der SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter entscheidend war, dass alle Erkrankten gerettet werden konnten. Sollte es zu einem Anstieg von Cholera-Fällen kommen, könnten auf dem Gelände des SOS-Ausbildungszentrums Zelte zur Behandlung von Patienten vor Ort errichtet werden.
Das Therapiezentrum in Bindura ist gut ausgestattet, so Dr. Mwazha. Sollte es allerdings Nachschubprobleme von Seiten des Gesundheitsministeriums geben, könnte SOS-Kinderdorf mit Medikamenten und anderen Gütern aushelfen.
Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme wurden Seifen, Wasserreinigungstabletten, Wasserkanister u.a. von Harare nach Shamva geliefert, die an die 146 Familien der Farmmitarbeiter ausgegeben wurden.
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| Jugendliche absolvieren eine landwirtschaftliche AusbildungFoto: SOS-Archiv |
Die Maizelands Farm ist einerseits ein landwirtschaftlicher Ausbildungsbetrieb für Jugendliche, andererseits aber auch ein kommerziell geführter Produktionsbetrieb, der die SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Simbabwe mit Gemüse und Getreide versorgt - angesichts der kritischen Versorgungslage im Land ein sehr wichtiges Standbein von SOS-Kinderdorf. Ein zweiter Ausbildungszweig ist die Metallverarbeitung. Zudem gibt es in Shamva eine grosse SOS-Grundschule, die von über tausend Kindern besucht wird.