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Heute ist ein freudiger Tag im SOS-Kinderdorf Daegu in der Millionenstadt im Süden Südkoreas, denn es kommt der zweifache Eiskunstlauf-Weltmeister Stéphane Lambiel zu Besuch. Freudig und lautstark ist die Begrüssung, welche die Kinderschar dem Schweizer entgegenbringt. Zwei kleine Mädchen haben sogar trotz des heissen Wetters und der hohen Luftfeuchtigkeit extra ihre farbenfrohen traditionellen koreanischen Hanbok-Kostüme angezogen. Blumen werden gereicht und alle wollen den Gast aus der Nähe sehen.
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| Herzlicher Empfang im SOS-Kinderdorf Daegu |
Stéphane Lambiel selbst ist überwältigt von diesem Willkommensgruss, auch wenn es nicht sein erster Besuch dieser Art ist. Bereits vor einem Jahr überzeugte er sich in Ben Tre in Vietnam von der wichtigen Arbeit von SOS-Kinderdorf. „Es ist schön zu sehen, wie das Konzept von SOS-Kinderdorf, dass jedes Kind mit einer Mutter und Geschwistern in einem Haus und in einer Dorfgemeinschaft aufwächst, in unterschiedlichen Kulturen funktioniert“, sagt er begeistert.
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| Die mutigsten Kinder versuchten die Sprünge des zweifachen Weltmeisters nachzumachen. |
Nach dem stürmischen Empfang geht es weiter in die Aula des SOS-Kinderdorfs. Hier warten noch mehr Kinder auf den jungen Walliser und lauschen gespannt seiner Lebensgeschichte. Stéphane Lambiel ist vor allem hierhergekommen um den Kindern Mut zu machen und ihnen Einblick in eine für sie fremde Welt zu geben. „Ihr könnt im Leben alles erreichen, wichtig ist, dass Ihr bei dem was ihr macht, mit dem Herzen dabei seid“, ermutigt er die Kinder
Einladung zur Eisgala
SOS-Kinderdorf-Mutter Fabiola und ihre sieben Kinder kennen Stéphane Lambiel bereits. Am Vorabend des Besuchs hat er die Familie zur Eiskunstlauf-Gala „All that skate“ in Seoul eingeladen und ihnen damit ein einmaliges Erlebnis ermöglicht. Eiskunstlaufen ist in Korea sehr beliebt und die Läufer werden wie Popstars verehrt.
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| Im Dorf gab es ein Wiedersehen mit der Familie von SOS-Kinderdorf-Mutter Fabiola. |
Heute aber nimmt sich der 26-jährige nochmals Zeit für Fabiola und ihre grosse Familie. Gemeinsam mit den Kindern geniesst er das schmackhafte von der SOS-Kinderdorf-Mutter zubereitete Mittagsmahl. Nach dem Essen spielt Stéphane Lambiel mit den Kindern und wird dabei selbst etwas zum Kind. „Wir sprechen nicht die gleiche Sprache, doch dies ist kein Problem“, meint er. Das stimmt, beim Spiel „Schere-Stein-Papier“ muss man sich nicht verstehen um zu wissen, wer die Runde gewonnen hat. Zudem können die älteren Kinder im Dorf auch gut Englisch sprechen.
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| Stéphane Lambiel besuchte auch den Kindergarten von SOS-Kinderdorf. |
Harte Schicksale
Bei der fröhlichen Runde am Mittagstisch von SOS-Kinderdorf-Mutter Fabiola wird fast die teils dramatische Vergangenheit der Kinder vergessen: Viele Familien in Daegu sind aufgrund ihrer finanziellen und sozialen Situation nicht in der Lage selber zu ihren Kindern zu schauen. Doch auch dafür interessiert sich Stéphane Lambiel. Er erfährt, dass einige Kinder noch einen Vater oder eine Mutter haben, aber von diesen verlassen wurden, und dass bei anderen Kindern einzig das Geburtsdatum bekannt ist.
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Geduldig gab Stéphane Lambiel allen Kindern ein Autogramm. |
Stolz SOS-Kinderdorf-Botschafter zu sein
„Ich habe mich bereits zwei Mal vor Ort davon vergewissert, dass das Konzept von SOS-Kinderdorf funktioniert und bin stolz darauf, Botschafter dieses weltweiten Kinderhilfswerks zu sein“, meint Stéphane Lambiel nach dem Besuch. Er selbst unterstützt SOS-Kinderdorf auch finanziell und ist froh, dass es ihm viele Schweizerinnen und Schweizer gleich tun.
Bilder: Georgios Kefalas