
Eggenberger für SOS-Kinderdorf in Äthiopien - Foto: K. Snozzi
|
Herr Eggenberger, was hat Sie am meisten beeindruckt in Gode?
Dass praktisch in der Wüste, inmitten von ein paar Hütten, halb verfallenen Steinhäusern und einigen Baracken, ein neues Kinderdorf entsteht. Es wird ein kleiner Ort sein, aber für die Zukunft der Kinder hier ist er von grosser Bedeutung!
Wie erklären Sie, dass in Gode Bedarf nach einem SOS-Kinderdorf besteht?
Man muss bedenken, dass verwaiste und verlassene Kinder früher vom Clan grossgezogen wurden. Hungersnöte, Kriege und Krankheiten haben die Clans aber geschwächt. Deshalb stehen elternlose Kinder heute ohne Betreuung und Schutz da.
Welches sind die grössten Herausforderungen beim Bau des neuen Kinderdorfs?
Der Bau selber ist eine unglaubliche Herausforderung. Das Baumaterial muss über 1000 km weit transportiert werden. Die Verkehrswege sind sehr schlecht. Praktisch alles wird von Hand gemacht - Maschinen gibt es kaum. Und dies bei Temperaturen, die zuweilen so hoch sind, dass gar nicht gearbeitet werden kann.