 |
| Ihre Hilfe kommt an! |
Das zweite äthiopische SOS-Kinderdorf entstand im Jahre 1979 in Harar, der Hauptstadt der Provinz Harrarghe, etwa 580 km östlich der Landeshauptstadt Addis Abeba. Diese Region wird immer wieder von langen Dürreperioden heimgesucht, nur in höheren Lagen fällt ausreichend Regen, so dass Gemüse und Kaffee angebaut werden können.
Das SOS-Kinderdorf Harar umfasst 15 Familienhäuser, Dorfleiterhaus, Gemeindehaus, in dem eine Bibliothek und eine Kantine untergebracht sind, ein kleines Dorfgeschäft und eine kleine Krankenstation.
Dem SOS-Kinderdorf wurde 1979 ein SOS-Kindergarten angeschlossen. Er umfasst sechs Gruppenräume, Küche, diverse Nebenräume und Spielplatz. Der SOS-Kindergarten bietet Platz für etwa 210 Kinder, die überwiegend aus der Umgebung des SOS-Kinderdorfes stammen.
Die älteren SOS-Jugendlichen (ab ca. 16 Jahren) werden während ihrer Ausbildungszeit in den beiden SOS-Jugendhäusern untergebracht. Das Leben in den SOS-Jugendhäusern bietet den Jugendlichen ein hohes Mass an Eigenverantwortlichkeit. Sie werden lediglich von einem Erzieher betreut.
Die Aufnahme im Jugendhaus bedeutet für die Jugendlichen einen wichtigen Schritt in Richtung Verselbständigung, wobei die SOS-Mütter, die Dorfleiter und Psychologen sie sorgfältig auf diesen Schritt vorbereiten. Der Aufenthalt in einem SOS-Jugendhaus wird mit ca. vier Jahren angesetzt. Jugendliche die noch in Ausbildung stehen oder auf Arbeitssuche sind können aber auch länger bleiben.
Schule für 900 Schüler
Auf dem Nachbargrundstück des SOS-Kinderdorfes Harar wurde die Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule errichtet und 1979 eröffnet. Sie wird derzeit in insgesamt 16 Klassen geführt (1. bis 8. Schulstufe), wobei die Schüleranzahl pro Klasse bei ungefähr 30 liegt. Die 900 Schüler der Schule werden von 14 Lehrern und Lehrerinnen unterrichtet. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule umfasst 16 Klassenräume, zwei Werkstätten, Computerraum, Bibliothek, Verwaltungsräume sowie einen überdachten Platz für diverse Schul- und Sportveranstaltungen.
Renovation
Im SOS-Kinderdorf Harar wird gelebt. Ein Grossteil der Familienhäuser ist über 30 Jahre alt und muss nun renoviert werden. Die elektrischen Leitungen sind veraltet, Dächer lecken, Fenster, Türen und Mobiliar sind in schlechtem Zustand und die Wände entsprechen nicht den Brandschutzvorschriften. Dies stellt ein beträchtliches Sicherheitsrisiko für die 150 Kinder dar.
Erneuerung der Schule
Im angeschlossenen SOS-Kindergarten und in der Hermann-Gmeiner Schule erhalten die Kinder aus dem Dorf und der Nachbarschaft eine solide Ausbildung, um später selber Verantwortung in der äthiopischen Gesellschaft zu übernehmen. Auch hier haben die vielen Schülerinnen und Schüler ihre Spuren hinterlassen und die Schule muss erneuert werden.
Diese Renovation wird vollumfänglich mit Schweizer Spendengelder finanziert.
 |
| Ihre Hilfe kommt an! |