Mehr als die Hälfte aller Menschen im Bezirk um die Stadt Cartagena an der kolumbianischen Küste leben unter der Armutsgrenze. Viele davon leben in extremer Armut und müssen mit weniger als 1 Dollar pro Tag auskommen. Die zweithöchste Anzahl der durch die bürgerkriegsähnlichen Zustände vertriebenen Kolumbianer lebt in dieser Region. Alleine in Cartagena haben ungefähr 40‘000 dieser Binnenflüchtlinge Zuflucht gefunden.
Kinder-Flüchtlinge
Fast die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder unter 14 Jahren, jedes dritte Kind ist weniger als vier Jahre alt. Laut einer Studie des Gesundheitsministeriums leben 98.5% der Familien unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen, insbesondere durch krankheitsübertragende Insekten oder Nagetiere. Lediglich etwas mehr als ein Drittel der Kinder unter 5 Jahren sind geimpft.
Mangelhafte Hygienebedingungen
Die häufigsten Krankheiten der Kinder sind Atemweginfektionen und Diarrhoe. Grund dafür sind neben der mangelhaften Hygienebedingungen in den Häusern Unterernährung sowie das ungenügende Kanalisationssystem der Stadt: Weniger als eines von fünf Häusern verfügt über einen Abwasserkanal. Infolge von Unterernährung sind zudem viele der Kinder in ihrer körperlichen Entwicklung zurückgeblieben.
Ein Zuhause für über 120 Kinder
Um diesen verwaisten und verlassenen Kindern ein neues Zuhause zu bieten, entschloss sich SOS-Kinderdorf, in Cartagena ein neues SOS-Kinderdorf zu errichten. Das Dorf wird nicht wie üblich an einem Ort gebaut, sondern man kauft bestehende Liegenschaften, die dann nötigenfalls umgebaut werden. Es werden 14 Familienhäuser bestehen, wo insgesamt 126 Kinder in Geborgenheit aufwachsen können.
In einem Familienhaus werden 8-10 Kinder sowie eine ausgebildete SOS-Mutter leben. Hier findet jedes Kind eine neue Familie mit einer liebevollen Mutter und Geschwistern und kann in einem schützenden Zuhause aufwachsen.
Spenden für das neue SOS-Kinderdorf
Hier können Sie das neue SOS-Kinderdorf in Cartagena mit einer Spende unterstützen. Herzlichen Dank.