Dieses Jahr wird in Lesotho ein zweites SOS-Kinderdorf gebaut. Bereits jetzt kann man dafür eine Baupatenschaft übernehmen.
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| Spielende Kinder auf dem Grundstück des neuen SOS-Kinderdorfs. |
Schon nach der Eröffnung des ersten SOS-Kinderdorfs in Lesotho in Maseru wurde klar, dass ein weiteres gebaut werden muss. Zu schnell war das erste völlig ausgelastet. Zudem erregte die rasche Verbreitung von HIV und Aids in Lesotho weiterhin grosse Sorge. Deshalb entschloss sich die Regierung SOS-Kinderdorf ein weiteres Stück Land für das neue Kinderdorf kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Eine geeignete Fläche fand sich schliesslich in der Nähe des kleinen Dorfes Quthing im Süden des Königreiches.
Neue Richtlinien
Das SOS-Kinderdorf wird gemäss den neuen SMI-Richtlinien errichtet. SMI steht für solid (solide), modest (bescheiden) und integrated (integriert). Das neue Dorf wird dadurch etwas kleiner gebaut und die Ausstattung und der Ausbau werden bescheidener ausgeführt. Zudem wird das Dorf vollkommen in die Umgebung integriert. Das neue SOS-Kinderdorf wird sich folglich nicht mehr von den Gebäuden der Nachbarschaft unterscheiden. SMI-Dörfer erlauben es nicht nur, die Bau- und Unterhaltskosten zu reduzieren, sondern sie fördern auch die Integration der Kinder und SOS-Mütter. Die Kinder wachsen nicht mehr isoliert, sondern gemeinsam mit Nachbarskindern auf. Zudem werden die Kinder die öffentliche Schule besuchen. Zusätzlich wird ein SOS-Kindergarten gebaut, da es in Quthing bislang keinen gibt. Dieser Kindergarten wird auch den Kindern aus der Umgebung offen stehen.
Im SOS-Kinderdorf in Quthing werden bis zu 120 verlassene, elternlose oder in Not geratene Kinder aufgenommen. Zudem werden rund 24 Arbeitsstellen geschaffen, die von Personen aus Lesotho oder Südafrika besetzt werden.
SOS-Kinderdorf hilft seit 1988 in Lesotho
Seit 1988 engagiert sich SOS-Kinderdorf im Königreich Lesotho, welches wie eine Insel vom Meer, vollständig von Südafrika umgeben ist. Bereits besteht ein erstes Kinderdorf in der Hauptstadt Maseru. Anlässlich der offiziellen Eröffnung dieses Kinderdorfs übernahm König Letsie III die Schirmherrschaft von SOS-Kinderdorf Lesotho. Wie alle Länder im südlichen Afrika ist auch Lesotho stark von Aids betroffen. SOS-Kinderdorf hilft hier mit einem Unterstützungsprogramm für arme Grossfamilien und Familien, die von Kindern oder Grosseltern geführt werden. Bisher gibt es in Lesotho ein SOS-Kinderdorf, eine SOS-Jugendeinrichtung, einen SOS-Kindergarten, eine SOS-Schule, ein SOS-Sozialzentrum und ein SOS-medizinisches Zentrum. Das neue SOS-Kinderdorf in Quthing wird voraussichtlich im Sommer 2009 fertiggestellt sein.
Baupatenschaft Quthing, Lesotho
Aktuell kann eine Baupatenschaft für das neue SOS-Kinderdorf in Quthing in Lesotho übernommen werden. Zur Zeit ist dies nicht online möglich. Wenn Sie Interesse an einer Baupatenschaft haben melden Sie sich bitte unter der Telefonnummer 031 979 60 60 oder per Mail an info@sos-kinderdorf.ch. Vielen Dank!