Im Kampf gegen Aids setzt SOS-Kinderdorf verstärkt auf Familien-Stärkungs-Programme (FSP). Hier erhalten Witwen mit mehreren Kindern, die nach dem Aids-Tod ihres Mannes allein auf sich gestellt sind, Grosseltern, die ihre verwaisten Enkel versorgen und Jugendliche, die sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern, Unterstützung. Diesen Familien hilft SOS-Kinderdorf mit medizinischer Versorgung, Lebensmitteln, Schulgeld und Ausbildungskursen. Rund 27‘000 Kinder und Jugendliche erhalten so Beistand, der grösste Teil davon in Afrika südlich der Sahara.
Wichtig im Kampf gegen Aids sind weiterhin die einzelnen SOS-Kinderdörfer. Hier werden Aids-Waisen und HIV-infizierte Kinder aufgenommen, die nicht im Netz ihrer Grossfamilie aufgefangen werden können. Die SOS-Mütter werden für die Betreuung Aids-kranker Kinder speziell ausgebildet. In den SOS-Gesundheitszentren werden kostenlose Schnelltests, medizinische Versorgung und Beratung angeboten. Zudem betreuen die SOS-Mitarbeiter trauernde Kinder auch psychologisch. Der Kampf gegen Aids beginnt mit Aufklärung. SOS-Kindergärten, Herman-Gmeiner-Schulen, SOS-Sozial-, Gesundheits- und Berufsausbildungszentren informieren Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die Krankheit und wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann. Dies dient nicht nur der Prävention, sondern dadurch wird auch der Ausgrenzung von Aidskranken und deren Angehörigen entgegengewirkt.
SOS-Kinderdorf hilft in 25 Ländern gezielt mit Aids-Programmen. Neben afrikanischen Ländern geschieht dies auch in der Ukraine und in Estland.