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SOS-Kinderdorf Kankan 

Foto: SOS-Archiv
Foto: SOS-Archiv
 

Die Idee, in Kankan, der zweitgrößten Stadt des Landes, ebenfalls ein SOS-Kinderdorf zu errichten, entstand auf dem Hintergrund der sozialen und wirtschaftlichen Lage im Lande, die sich durch die Bürgerkriege in den Nachbarländern (Liberia, Sierra Leone und Guinea-Bissau) zusätzlich verschärft hatte. Die "Schweizer Freunde der SOS-Kinderdörfer" haben sich erfreulicherweise bereit erklärt, den Bau des  neuen SOS-Kinderdorf-Projektes in Kankan zur Gänze zu finanzieren. Die Eröffnung des SOS-Kinderdorfes Kankan erfolgte am 8. März 2005 durch den Staatspräsidenten von Guinea, S.E. Gen. Lansana Conte vertreten durch den Minister für Umweltschutz sowie den Generalsekretär von SOS-Kinderdorf International.

Das SOS-Kinderdorf Kankan liegt in der gleichnamigen Stadt, ca. 520 km von Conakry entfernt. Es besteht aus 12 Familienhäusern in denen bis zu 120 Kinder untergebracht werden können. Zudem umfasst es ein Dorfleiterhaus, Mitarbeiterwohnhaus, SOS-Tantenhaus (SOS-Tanten kümmern sich während der Abwesenheit der SOS-Kinderdorf-Mütter um die Kinder) sowie einen Verwaltungs- und Servicebereich.

Der dorfeigene SOS-Kindergarten bietet Betreuungsplätze für 71 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung. Er besteht aus vier Gruppenräumen und Nebenräumen.

Da in der Umgebung des SOS-Kinderdorfes Schulmöglichkeiten bitter benötigt wurden, wurden dem SOS-Kinderdorf eine SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule und eine SOS-Hermann-Gmeiner-Sekundarschule angeschlossen, in denen insgesamt ca. 360 Schüler und Schülerinnen unterrichtet werden können. Beide Schulen umfassen zusammen zwölf Klassenräume, eine Mehrzweckhalle sowie Administrations- und Servicebereich.

Das SOS-Sozialzentrum Kankan (Familienstärkung, Nachbarschaftshilfe, Gesundheitsberatung) wurde im Februar 2008 eröffnet. Im Rahmen dieses Programmes werden Sensibilisierungs- und Beratungskurse abgehalten, mit Hilfe derer verschiedenen sozialen Gruppen ein effizienter Umgang mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln vermittelt werden soll bzw. sie in die Lage versetzt werden, neue Einkunftsquellen zu erschließen.

Im Dezember 2010 wurde in einem angemieteten Haus ein SOS-Jugendheim eingerichtet, wo 16 Jugendliche untergebracht werden können.



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