Das SOS-Kinderdorf Leh-Ladakh liegt am Indus 7 km von der Stadt Leh entfernt in der Region Ladakh des indischen Bundesstaates Jammu & Kashmir. Diese Region ist ziemlich unwirtlich, obwohl die Landschaft sehr beeindruckend ist. Die Winter sind extrem kalt und sehr stürmisch. Pflanzen wachsen nur an den Flussufern, Landwirtschaft ist hier nicht möglich.
Das SOS-Kinderdorf Leh-Ladakh besteht aus 27 großen Familienhäusern, Mitarbeiterunterkünften und den notwendigen Nebengebäuden. In einer zentralen Küche wird für alle Familien des Dorfes gekocht.
Der SOS-Kindergarten und die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule werden auch von Kindern aus den Flüchtlingslagern in der Umgebung besucht. Die Schule bietet Klassen bis zur 10. Schulstufe (Ende der Pflichtschule). Ein Teil der Bewohnder der Flüchtlingslager wird vom SOS-Sozialzentrum mit Nahrung versorgt. Mütter, die zur Arbeit gehen müssen, können ihre Kinder tagsüber in der SOS-Tagesstätte betreuen lassen. Das SOS-Kinderdorf verfügt über ein eigenes SOS-Berufsbildungszentrum, wo Jugendliche verschiedene kunsthandwerkliche Tätigkeiten erlernen können. Im SOS-medizinischen Zentrum werden nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch die Menschen aus den Flüchtlingslagern betreut.
Den Jugendlichen stehen zwei SOS-Jugendeinrichtungen zur Verfügung, eine für Mädchen und eine für Jungen. Die Übersiedlung von Jugendlichen in eine Jugendwohneinrichtung geht meist mit dem Beginn einer Berufsausbildung oder dem Wechsel an eine höhere Schule einher. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern.