Hauptstadt: Amman
Fläche: 89.213 km²
Bevölkerungszahl: 5,76 Millionen (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Araber, Tscherkessen
Amtssprache(n): Arabisch
Religion(en): sunnitische Islam, Christentum
Währung: 1 Jordan-Dinar = 1.000 Fils
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Nach einem Treffen Hermann Gmeiners und des damaligen österreichischen Bundeskanzlers Bruno Kreisky mit der jordanischen Königin Noor Al-Hussein im Jahre 1982 wurde der Entschluss gefasst, ein SOS-Kinderdorf in Jordanien zu errichten, dass den Kindern Jordaniens langfristige Fürsorge bieten würde. 1983 wurde mit der jordanischen Regierung über die SOS-Kinderdorf-Arbeit im Land ein Abkommen unterzeichnet und ein Jahr später wurde im Sinne Königs Hussein ein nationaler SOS-Kinderdorf-Verein gegründet.
Im Mai 1986 besiedelten die ersten Kinder die zwölf Familienhäuser. Um den Waisenkindern eine bessere Integration in die Umgebung des SOS-Kinderdorfs zu ermöglichen, wurden auch externe Kinder im SOS-Kindergarten aufgenommen.
Ein zweites SOS-Kinderdorf folgte 1991 in der Hafenstadt Aqaba, im Süden des Landes, um mehr jordanische Waisen unterzubringen. 1993 wurde in Amman die erste SOS-Jugendwohneinrichtung geöffnet, um Jungen ab 14 unterzubringen.
Zum 50jährigen Jubiläum von SOS-Kinderdorf wurde in Irbid, im Norden des Landes, mit 12 Familienhäusern das dritte SOS-Kinderdorf Jordaniens errichtet. Im Herbst 1999 öffnete es seine Tore. Mit der Jugendarbeit wurde dort ebenfalls sehr schnell begonnen, insbesondere um Mädchen aus der südlichen Region Akaba, in der die Möglichkeiten für junge Frauen eher beschränkt sind, ein Studium zu ermöglichen.
2003 wurde in Amman ein SOS-Berufsbildungszentrum für die SOS-Mütter und das Personal ins Leben gerufen.
Zurzeit gibt es in Jordanien drei SOS-Kinderdörfer, drei SOS-Jugendeinrichtungen, zwei SOS-Kindergärten, ein SOS-Berufsbildungszentrum und zwei SOS-Sozialzentren.
Website von SOS-Kinderdorf Jordanien (verfügbar auf Englisch und Arabisch)