SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Bei einem offiziellen Staatsbesuch 1992 in Deutschland lernte Frau Sara Nasarbajeva, die Gattin des kasachischen Staatspräsidenten, das SOS-Kinderdorf Dießen am Ammersee kennen und war sofort von der Idee Hermann Gmeiners begeistert. Im Jahr 1994 fand die Gründung des nationalen SOS-Kinderdorf-Vereins Kasachstan statt.
Die ersten SOS-Familien bezogen 1997 ihr SOS-Kinderdorf in Almaty, der nahe der Grenze zu China und Kirgisistan gelegenen damaligen Hauptstadt von Kasachstan. Teil des Dorfes ist seit 2000 auch ein SOS-Kindergarten, der sowohl SOS-Kinderdorf-Kindern als auch Kindern aus der Nachbarschaft offen steht. Die dem Kinderdorf entwachsenen Jugendlichen werden seit 2004 in einer SOS-Jugendeinrichtung in Almaty bis zu ihrer völligen Selbständigkeit betreut. Das in der Nähe von Almaty gelegene SOS-Ferienlager Kapchagay bietet den Kindern und Müttern Erholung während der Sommermonate.
Das seit 1991 von der Sowjetunion unabhängige Land befindet sich in einer schlechten sozialen und wirtschaftlichen Situation. Viele Kinder leiden unter großem Elend, daher wurde im Jahr 1998 beschlossen, ein weiteres SOS-Kinderdorf in der neuen Hauptstadt Astana zu errichten, welches seit Juli 2000 bewohnt ist. Im selben Jahr wurde auch in Astana wurde ein SOS-Kindergarten in Betrieb genommen. Die dem Kinderdorf entwachsenen Jugendlichen werden seit Januar 2005 in einer SOS-Jugendeinrichtung in Astana bis zu ihrer völligen Selbständigkeit betreut. Das dritte SOS-Kinderdorf Kasachstans wurde in der Industriestadt Temirtau in der Nähe von Karaganda gebaut und im Februar 2004 besiedelt, wo 2006 auch ein SOS-Spielbus den Betrieb aufnahm.
In 2007 startete SOS-Kinderdorf Kasachstan Familienstärkungsprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Kasachstan direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Kasachstan drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, zwei SOS-Kindergärten und fünf SOS-Sozialzentren.
Website von SOS-Kinderdorf Kasachstan (verfügbar auf Englisch und Russisch)