Hauptstadt: Ulaanbaatar
Fläche: 1.566.000 km²
Bevölkerungszahl: 2,8 Millionen (Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Chalcha, Kasachen, andere Minderheiten
Amtssprache(n): Mongolisch
Religion(en): Tibetisch-buddhistischer Lamaismus
Währung: 1 Tugrik = 100 Mongo
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Durch persönliche Initiative von Frau Monica Quaroni, Frau des italienischen Botschafters in der Mongolei, gelangte die Idee von Hermann Gmeiner 1996 in das Land. Nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion 1991 wurde das Ausmaß der wirtschaftlichen und sozialen Missstände offensichtlich. Deshalb beschloss SOS-Kinderdorf International aktiv zu werden und ein SOS-Kinderdorf in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei, zu erbauen.
Die Bauarbeiten für das erste SOS-Kinderdorf Ulan Bator konnten im Sommer 2002 abgeschlossen und kurz darauf zogen die ersten Kinder in die Familienhäuser ein. Aufgrund der zunehmenden Zahl von Halb- und Vollwaisenkindern in der Mongolei, die unterhalb der Armutsgrenze leben, bestand der Bedarf, den Tätigkeitsbereich von SOS-Kinderdorf auszuweiten, und ein zweites SOS-Kinderdorf in Darkhan wurde errichtet.
Da Bildungs- und Sozialeinrichtungen weitgehend fehlen, wurde in Ulan Bator 2007 das erste SOS Sozialzentrum (Familienstärkungsprogramm) in der Mongolei in Betrieb genommen. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in der Mongolei zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung und ein SOS-Sozialzentrum (Familienstärkungsprogramm).