Hauptstadt: Helsinki
Fläche: 338.145 km²
Bevölkerungszahl: 5,2 Millionen (Schätzung Dezember 2000)
Bevölkerungsgruppen: Finnen (93 )%, Bürger schwedischer Abstammung (6%), rund 2500 Samen
Amtssprache(n): Finnisch, Schwedisch
Religion(en): Lutheranisch-evangelische Kirche (89%)
Währung: 1 Euro = 100 Cent
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Ende der 1950er Jahre besuchte eine finnische Studentin das SOS-Kinderdorf Imst und veröffentlichte daraufhin ihre Eindrücke in einem Zeitungsbericht. Das Echo war groß und schon bald wurde von Albin Gebhardt, einem finnischen Geschäftsmann, der nach dem 2. Weltkrieg ähnliche Gedanken wie Hermann Gmeiner gehegt hatte, ein nationaler SOS-Kinderdorf-Verein ins Leben gerufen, welcher heute unter dem Namen "SOS-Lapsikylä ry" bekannt ist. Zur Verwirklichung des SOS-Kinderdorf-Konzeptes stellte Albin Gebhardt das Grundstück seiner privaten Stiftung zur Verfügung, das ursprünglich für den Bau eines Pflegeheimes für verlassene Kinder vorgesehen war. Am 29. Mai 1965 begannen auf dem Grundstück in Tapiola in der südfinnischen Stadt Espoo, nahe der Hauptstadt Helsinki, die Bauarbeiten am ersten finnischen SOS-Kinderdorf. Bereits im Februar des darauffolgenden Jahres konnten die ersten Kinder einziehen.
Die Nachfrage nach einer Kinderbetreuung im Sinne Hermann Gmeiners war vom Anfang an sehr stark. In Finnland besteht die Tradition der freiwilligen Gemeinschaftsarbeit, welche einen großen Stellenwert in der Gesellschaft einnimmt. Nach dem zweiten Weltkrieg fiel daher die Idee der SOS-Kinderdörfer auch in Finnland auf fruchtbaren Boden, was sich unter anderem in einer sehr rasch ansteigenden Mitgliederzahl niederschlug.
In den Folgejahren kamen weitere SOS-Kinderdörfer in verschiedenen Ecken Finnlands hinzu. Unter anderem wurde 1979 in Ylitornio, einer Stadt in Lappland in Nordfinnland unweit vom Polarkreis entfernt, das dritte SOS-Kinderdorf eröffnet. Dieses SOS-Kinderdorf war lange Zeit das nördlichste SOS-Kinderdorf weltweit. Darüber hinaus wurden SOS-Jugendeinrichtungen gegründet, in denen Jugendliche unter professioneller Betreuung auf ihrem Weg in ein selbständig geführtes Leben begleitet werden. Seit mehreren Jahren unterstützt der finnische SOS-Kinderdorf-Verein auch SOS-Kinderdorf-Projekte außerhalb des eigenen Landes.
Zurzeit gibt es in Finnland fünf SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung und ein SOS-Sozialzentrum (Ferienlager).
Website von SOS-Kinderdorf Finnland (verfügbar auf Finnisch)