Die Anfänge der SOS-Kinderdorf-Arbeit in Griechenland gehen auf Fr. Claudia Catzaras zurück, auf deren Initiative 1975 der nationale SOS-Kinderdorf-Verein gegründet wurde. Fr. Catzaras war erstmals in Frankreich mit der SOS-Kinderdorf-Idee bekannt geworden, und nach einem Treffen mit Hermann Gmeiner beschloss sie, sich für die Verwirklichung dieses Konzepts auch in ihrem Heimatland einzusetzen. Im Januar 1979 wurde in Vari, in der Provinz Attika, südlich von Athen, mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfes begonnen. Im August 1982 konnten bereits die ersten Kinder ihr neues Zuhause beziehen. Zu Beginn der neunziger Jahre erweiterte man das Angebot der SOS-Kinderdorf-Einrichtungen für Jugendliche und eröffnete eine SOS-Jugendeinrichtung in der Nähe von Vari.
Später kamen ein weiteres SOS-Kinderdorf bei Thessaloniki und ein SOS-Sozialzentrum in einem der dichtest besiedelten Viertel von Athen mit einem sehr hohen Anteil an Immigranten hinzu. Die Arbeit des SOS-Sozialzentrums ist hauptsächlich auf die Kinder-, Jugend- und Familienprobleme ausgerichtet und umfasst vor allem schulorientierte Psychotherapie für die Kinder und Hilfestellung in allen Lebensbereichen für die Eltern. Als Athen 1999 von einem Erdbeben erschüttert wurde, arbeitete das Team des SOS-Sozialzentrums in zwei Hilfslagern in der Stadt und half damit über 2.000 Menschen.
2009 ging in Alexandrópoulis in der Region Thrakien, nicht weit von der türkischen Grenze entfernt, ein drittes SOS-Kinderdorfes mit Kindertagesstätte und einem Beratungszentrum in Betrieb.
Zurzeit gibt es in Griechenland drei SOS-Kinderdörfer, vier SOS-Jugendeinrichtungen und drei SOS-Sozialzentren.
Website von SOS-Kinderdorf Griechenland
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