Hauptstadt: Oslo
Fläche: 324.220 km²
Bevölkerungszahl: 4,9 Millionen (Schätzung Oktober 2010)
Bevölkerungsgruppen: 98% Norweger, 20.000 Lappen (Samen)
Amtssprache(n): Norwegisch
Religion(en): Evangelisch-lutherische Kirche (86%)
Währung: 1 Norwegische Krone = 100 Øre
Anfang der 1960er-Jahre gelangte die SOS-Kinderdorf-Idee auch nach Skandinavien. Auf Initiative von Hermann Gmeiner wurde schließlich am 10. Juli 1964 in Oslo von einer kleinen Gruppe von Personen rund um den damaligen österreichischen Konsul, Arne Örvig, das "Komiteen for norske venner av SOS-barnebyer" (Komitee der norwegischen Freunde der SOS-Kinderdörfer) zur Unterstützung der weltweiten Arbeit von SOS-Kinderdorf gegründet. Zuerst wurden nur einzelne Familienhäuser in verschiedenen SOS-Kinderdörfern finanziert wie beispielsweise das "Fritjov Nansen"-Familienhaus im SOS-Kinderdorf Daegu in Südkorea im Jahre 1967.
Mithilfe der 1973 im Rahmen der Aktion "Operasjon Dagsverk" (Operation Daywork) eingenommenen Mittel wurde der Bau des SOS-Kinderdorfes Dhaka in Bangladesh unterstützt. Die Anzahl der Paten und Freunde von SOS-Kinderdorf Norwegen stieg stetig an und 1979 gelang es, erstmals ein gesamtes SOS-Kinderdorf, das SOS-Kinderdorf Rajshahi in Bangladesh, zu finanzieren. Mitte der 1980er-Jahre wurde ein spezieller Fonds zur Unterstützung von Schülern, Studenten und berufsbildenden Einrichtungen ins Leben gerufen. 1983 wurde der norwegische Verein in "Stiftelsen SOS-barnebyer Norge" umbenannt. 1994 übernahm Prinzessin Märtha Louise die Schirmherrschaft über SOS-Kinderdorf Norwegen. Sie besuchte SOS-Kinderdörfer in mehreren Ländern.
Bereits Mitte der 1980er-Jahre begann man mit dem Aufbau eines lokalen Netwerkes von lokalen, freiwilligen Unterstützern, das derzeit 550 Freiwillige umfasst. Ein Großteil der Aktivitäten in den Provinzen basieren auf dem Einsatz dieses Netwerks.
SOS-Kinderdorf genießt starke Unterstützung durch die norwegische Bevölkerung und ist die NGO in Norwegen mit dem größten Spendenaufkommen von Privatspendern. Mittlerweile unterstützen in Norwegen bereits über 250.000 Paten und aktive Spender die Aktivitäten von SOS-Kinderdorf weltweit. Außerdem unterstützen eine große Zahl von Kindergärten, Schulen, Organisationen und Firmen SOS-Kinderdorf Norwegen.
Seit vielen Jahren wurde über die Errichtung eines SOS-Kinderdorfes gesprochen, erstmals bereits Anfang der 1970er-Jahre. Anfang 2004 wurde im Vorstand schließlich der Beschluss gefasst, ein erstes SOS-Kinderdorf in Bergen an der Westküste zu errichten. Das Projekt wurde sorgfältig vorbereitet, bis im Mai 2008 die ersten SOS-Mütter und -Kinder ins SOS-Kinderdorf einzogen. Bis 2011 soll das SOS-Kinderdorf in Bergen seine volle Kapazität erreicht haben.
Website von SOS-Kinderdorf Norwegen (verfügbar auf Norwegisch)