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SOS-Kinderdorf Itahari 

Foto: Alexander Gabriel
Foto: Alexander Gabriel
 

Nach dem schweren Erdbeben von 1988, das viele Menschen obdachlos werden ließ und zahlreichen Kindern ihre Eltern raubte, beschloss man, in Nepal ein weiteres SOS-Kinderdorf zu errichten. Itahari ist eine schnell wachsende Stadt im Osten des Landes. Es liegt in einer fruchtbaren Ebene nahe der indischen Grenze und ist ca. 500 km von Kathmandu entfernt. Das SOS-Kinderdorf liegt rund 3 km außerhalb der Stadt in einem kleinen Ort namens Arhariya.

Das SOS-Kinderdorf Itahari wurde 1992 im Beisein des SOS-Kinderdorf-Präsidenten Helmut Kutin offiziell eröffnet. Es besteht aus 14 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, Wohnungen für SOS-MitarbeiterInnen, einem Gemeindezentrum, einem Spielplatz und diversen Verwaltungsgebäuden. Das SOS-Kinderdorf führt auch eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule bestehend aus 15 Klassenräumen, in denen Kindergarten, Grund- und Sekundarschule untergebracht sind. Im angeschlossenen SOS-Sozialzentrum werden Programme zur Nachbarschaftshilfe sowie Familienstärkungsprogramme angeboten. Kinder aus der Umgebung, deren Eltern sich als Arbeiter verdingen, werden tagsüber betreut. Weiters bietet das Zentrum medizinische Beratung und Alphabetisierungskurse für Kinder an. Frauen können dort in verschiedenen Kursen Fertigkeiten erwerben, die ihnen ein Einkommen sichern.

Aufgrund dieser Leistungen hat SOS-Kinderdorf einen sehr guten Ruf bei der Bevölkerung. Seit 2001 besteht in Biratnagar, etwa 30 km von Itahari, eine SOS-Jugendeinrichtung, wo die SOS-Jugendlichen sich in betreuten Wohnprojekten langsam auf ihre Unabhängigkeit vorbereiten.



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