Das SOS-Kinderdorf Iloilo besteht aus 12 Familienhäusern, dem Haus des Dorfleiters, einem Gemeinschaftshaus und den notwendigen Nebengebäuden. Außerdem wurde ein SOS-Kindergarten mit vier Gruppenräumen und einer Mehrzweckhalle errichtet. In diesem
Kindergarten können bis zu 100 Kinder sowohl aus dem SOS-Kinderdorf als auch aus der Nachbarschaft betreut werden. Im SOS-Kindergarten Iloilo werden abends auch Kurse für Menschen aus der Nachbarschaft, vor allem Mädchen und Frauen, abgehalten.
Dem SOS-Kinderdorf ist ein SOS-Sozialzentrum mit einer Kindertagesstätte und einem Behandlungsraum angeschlossen. Kinder berufstätiger Mütter werden tagsüber betreut. Außerdem wird die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung gewährleistet. 2007 startete SOS-Kinderdorf seine Familienstärkungsprogramme in Iloilo. Mit Hilfe dieser Programme soll verhindert werden, dass Familien ihre Kinder verlassen. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden zusammen und unterstützt diese darin, bestmöglich für die Kinder zu sorgen. Organisiert wird die Präventionsarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Partnern. Familienstärkungsprogramme bieten Beratung und Unterstützung in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Bildung. Verschiedene Ausbildungen werden angeboten, die Menschen werden bei der Berufswahl beraten und bei der Arbeitssuche unterstützt. Man hilft den Familien, mit bereits bestehenden Selbsthilfegruppen Kontakt aufzunehmen. Wenn keine passende Gruppe existiert, wird eine neue gegründet. Neben Erziehungsberatung finden auch Aktivitäten statt, um Hygiene und Kinderrechte im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.
Im Juli 2007 wurde eine SOS-Jugendeinrichtung für bis zu 20 Jugendliche eröffnet. Diese Einrichtung besteht aus drei Häusern mit einem gemeinsamen Speiseraum und einer Bibliothek. Ältere Jungen aus dem SOS-Kinderdorf ziehen für gewöhnlich in die SOS-Jugendeinrichtung, sobald sie mit einer Berufsausbildung beginnen oder an eine höhere Schule wechseln. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern.