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25.10.2018 Aktuelles Alle Projekte & Hilfsprogramme Weitere Länder Familienstärkung
in Guatemala

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Guatemala – Verónica ist eine scharfe Beobachterin. Dass sich ihre jüngste Tochter schneller entwickelt als deren zwei grosse Geschwister, ist ihr nicht entgangen. «Wenn wir unterwegs sind, bewegt sie sich frei und spricht. Sie sagt ‹hallo› und ‹danke›. Das haben meine anderen Kinder nicht gemacht», erzählt die junge Frau, die mit ihrem Mann und den drei Kindern im guatemaltekischen Hochland zuhause ist. Doch der Entwicklungsvorsprung der Jüngsten ist kein Zufall, sondern hängt damit zusammen, dass Verónica und ihre Familie seit einiger Zeit am Familienstärkungsprogramm von SOS-Kinderdorf teilnehmen.

Liebevoll begrüsst die dreifache Mutter ihre grosse Tochter, die gerade aus der Schule nach Hause kommt. Das Mädchen strahlt und begrüsst seine Mutter freudig. Früher, so Verónica, sei der Umgang mit den Kindern rauer gewesen sei. «Um ehrlich zu sein», fährt sie fort, «sind wir hier auf dem Land manchmal sehr temperamentvoll und handeln impulsiv.» Sie habe erst lernen müssen, wie schädlich es für die Kinder ist, wenn sie körperlich gezüchtigt werden.

Die ganze Familie stärken

Viel gelernt hat Verónica darüber an einem Familientraining, welches sie gemeinsam mit ihrem Mann besuchte. Die beiden lernten dort in einer Reihe von Workshops, was ihre Kinder brauchen und welche Rechte diese haben. Dieses Angebot und viele weitere, an denen die Familie teilnimmt, gehört zum SOS-Familienstärkungsprogramm.

 

Das SOS-Familienstärkungsprogramm verfolgt den Ansatz, dass es Kindern dann gut geht, wenn ihre Eltern und die Gemeinden wissen, wie sie diese behandeln, schützen und fördern müssen – und die Möglichkeiten dazu haben. Verónica ist sich sicher, dass ihre ganze Familie vom SOS-Familienstärkungsprogramm profitiert hat: «Nicht so sehr, was die Versorgung mit Lebensmitteln angeht, aber in der Bildung und Hygiene. In Sachen Selbstbewusstsein, Sauberkeit und vielen weiteren Dingen. Unser Leben als Familie ist allgemein besser geworden. Und davon profitieren letztendlich alle.»

Endlich eine Perspektive

Zu erleben, welche Fortschritte ihre Kinder machen, wie sich die ganze Familie entwickelt, das hat in Verónica etwas ausgelöst: Gerade lässt sich die junge Frau dazu ausbilden, andere Kinder und Eltern in der frühkindlichen Förderung zu unterstützen. «Verónica bringt sich auf freiwilliger Basis ein», sagt Diego Morales, ein SOS-Sozialarbeiter in Santa Cruz del Quiché. Und sie selbst ergänzt: «Wenn ich das mache, lerne ich auch viel, was ich meinen eigenen Kindern beibringen kann.» Ihr grosser Wunsch? Dass noch viele Familien vom SOS-Familienstärkungsprogramm profitieren können – und dass ihre Kinder dank einer guten Ausbildung einmal beruflich Fuss fassen werden.

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