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07.09.2020 Aktuelles Alle Kinderrechte Weltweit Kinderarbeit in Produkten

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Der Kaffee im Büro, der Blumenstrauss zum Geburtstag, der Schokoriegel oder die Banane am Nachmittag. All diese Produkte haben eines gemeinsam: Sie werden häufig mithilfe von Kinderarbeit hergestellt. Niemand möchte Kinderarbeit unterstützen, und doch ist es schwer, sich im Supermarkt zu orientieren. Erfahren Sie, in welchen Produkten Kinderarbeit stecken kann – und worauf Sie beim Einkaufen achten können.

Die ganze Welt ist in unseren Supermärkten zu finden: Jede Banane, jedes Paket Kaffee oder Kakao verbindet uns mit weit entfernten Ländern. Unter welchen Bedingungen die Banane jedoch geerntet wurde und ob Kinder dafür arbeiten mussten, verrät sie nicht. Realität ist, dass nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) weltweit 152 Millionen Kinder arbeiten, 73 Millionen davon unter ausbeuterischen Bedingungen. Fast die Hälfte der Jungen und Mädchen ist noch keine 12 Jahre alt.

Kein Käufer möchte das unterstützen, und doch steckt Kinderarbeit in vielen Waren, die hierzulande tagtäglich gekauft werden: Exotische Früchte, Nüsse, Tee, Natursteine, Computer, Schuhe, Kleidung, Gold, Reis, Tabak und vieles mehr. Nach Untersuchungen des amerikanischen Arbeitsministeriums werden weltweit in 76 Ländern 148 verschiedene Güter mit Hilfe von Kinderarbeit produziert. Allein beim Goldabbau müssen Kinder in 21 Ländern mitarbeiten, beim Kaffee sind es 17 Länder, bei der Baumwolle 15.

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Kinderarbeit in Bangladesch: Umgeben von Scherben und Nägeln schweisst dieses Kind Metall in Plastikschlappen. Foto: Alea Horst

Wie ist die Gesetzgebung in der Schweiz?

Im Gegensatz zu Staaten wie Frankreich, Holland oder den USA gibt es in der Schweiz noch keine gesetzlichen Bestimmungen, die sicherstellen, dass Waren, die hierzulande auf den Markt kommen, ohne Kinderarbeit hergestellt werden. Verschiedene Organisationen fordern dies seit Jahren. Die Konzernverantwortungsinitative, welche am 29. November vors Volk kommt, will globale agierende Konzerne mit Sitz in der Schweiz verpflichten, sicherzustellen, dass sie nicht von Kinderarbeit profitieren.

SOS-Kinderdorf hilft Eltern weltweit dabei, ihr Leben aus eigenen Kräften zu bestreiten, sodass Kinder nicht arbeiten müssen. Sie bekommen Mikrokredite und werden mit Knowhow unterstützt, um beispielsweise ein kleines Geschäft zu eröffnen. Kindern ermöglichen wir ausserdem den Schulbesuch. All dies trägt dazu bei, die weltweite Kinderarbeit zu beenden.

Als Verbraucher einen wichtigen Beitrag leisten

Auf unseren Social-Media-Kanälen zeigen wir, in welchen Produkten oft Kinderarbeit steckt. Und in unserem Folgeblog, erfahren Sie, was Sie als Konsument tun können, um Kinderarbeit zu bekämpfen.

Inhaltsverantwortliche:

Nicole Hardegger

Als Praktikantin Kommunikation und Marketing möchte ich Kinder und Jugendlichen weltweit die gleichen Chancen ermöglichen.

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